Deutsche Märkte öffnen in 1 Stunde 45 Minute
  • Nikkei 225

    29.948,87
    -551,18 (-1,81%)
     
  • Dow Jones 30

    33.970,47
    -614,41 (-1,78%)
     
  • BTC-EUR

    36.144,29
    -3.154,47 (-8,03%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.058,76
    -75,62 (-6,67%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.713,90
    -330,06 (-2,19%)
     
  • S&P 500

    4.357,73
    -75,26 (-1,70%)
     

Tigray-Rebellen nehmen äthiopische Unesco-Welterbestätte Lalibela ein

·Lesedauer: 1 Min.
Felsenkirche in Lalibela

Rebellen aus der äthiopischen Unruheregion Tigray haben laut Berichten von Augenzeugen die Unesco-Weltkulturerbestätte Lalibela in der benachbarten Region Amhara eingenommen. Kämpfer der Rebellenorganisation TPLF seien in die Stadt einmarschiert und hätten sie kampflos erobert, sagte ein Bewohner am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Von den örtlichen Sicherheitskräften sei nichts zu sehen gewesen. Ein anderer Einwohner berichtete, viele Menschen verließen nun die Stadt.

Der Vizepräsident der Region Amhara, Fanta Mandefro, hatte zuvor gesagt, die Tigray-Rebellen seien "weit" auf Amhara-Gebiet vorgedrungen.

Die US-Regierung rief die Rebellen auf, die aus dem zwölften Jahrhundert stammenden Felsenkirchen in der Welterbestätte Lalibela zu schützen. Zudem seien alle Seiten aufgerufen, "die Gewalt zu beenden", sagte Außenministeriumssprecher Ned Price in Washington.

Äthiopische Regierungstruppen hatten im November die in Tigray regierende Gruppe TPLF angegriffen, nach Regierungsangaben als Reaktion auf Attacken der TPLF auf Armeestellungen. Im Juni eroberten mit der TPLF verbündete Kämpfer die Regionalhauptstadt Mekele zurück, die äthiopische Armee zog sich weitgehend zurück.

Seitdem drang die TPLF in die Nachbarregionen Afar im Osten und Amhara im Süden vor. Nach Angaben der äthiopischen Regierung sind hunderttausende Menschen auf der Flucht vor den Kämpfen. Die Lieferung von Hilfsgütern in die umkämpfte Region im Norden Äthiopiens wird durch die problematische Sicherheitslage und bürokratische Hürden erschwert. Nach UN-Schätzungen leiden rund 400.000 Menschen in der Region Hunger.

gt/dja

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.