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Tierversuchskommission: Streit beigelegt: Mehr Einfluss für Tierschützer in Berlin

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Berlin. Nach einem öffentlich ausgetragenen Streit hat sich der Berliner Senat am Dienstag auf eine neue Zusammensetzung der Tierversuchskommission verständigt. Das sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag.

Demnach soll das Gremium künftig paritätisch besetzt werden – aus vier Forschern und vier Tierschützern. Den Vorsitz der Kommission solle aber ein Mitglied aus der Wissenschaft übernehmen. „Nehmen wir mal an, es tritt eine Pattsituation ein, dann würde der Vorsitzende aus der Wissenschaft mit doppeltem Stimmrecht eine Entscheidung herbeiführen können“, erklärte Müller.

Bisher seien laut Müller nur zwei Mitglieder aus dem Bereich Tierschutz in der Kommission vertreten gewesen. Vorausgegangen war zuvor auch ein Streit im Senat. Der Einfluss der Tierschützer wächst dadurch. Zuvor hatte der für die Tierversuchskommission zuständige Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) für eine veränderte Zusammensetzung des Gremiums geworben – und damit viel Ärger auf sich gezogen.

Institutionen beklagten eine „Gefährdung des Wissenschaftsstandortes“

In einem Brief an Müller hatten daraufhin mehrere angesehene Wissenschaftsinstitutionen – darunter die Charité, das Robert-Koch-Institut (RKI), das Max Delbrück-Zentrum für molekulare Medizin (MDC) sowie die Freie Universität (FU) – eine „Gefährdung des Wissenschaftsstandortes“ Berlin beklagt. Die bio-medizinische Forschung erleide einen Wettbewerbsnachteil, hieß es.

Müller erklärte am Dienstag, man habe nun einen „sehr guten Weg...

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