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Tierschützer fordern Kennzeichnung der Haltungsform für Tierprodukten

Ferkel

Tierschutz- und Umweltverbände fordern für das von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) angekündigte staatliche Tierwohl-Siegel eine Pflicht zur Kennzeichnung der Haltungsform. "Entscheiden die Produzenten selbst, ob sie auf Fleischprodukten Schmidts Label einsetzen oder nicht, wird es weiterhin keine verbindliche Kennzeichnung geben", erklärte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Dienstag. Schmidt setze auf Freiwilligkeit, obwohl bisherige Versuche zur freiwilligen Kennzeichnung der Tierhaltungsform nicht zu den gewünschten Erfolgen geführt hätten.

"Nur eine verbindliche staatliche Haltungskennzeichnung entspricht dem Wunsch der Verbraucher nach einer klaren Kennzeichnung von Lebensmitteln", betonte der BUND. Bei Eiern sei die verpflichtende Kennzeichnung ein Erfolg; seit dem Start der Kennzeichnungspflicht würden "fast nur noch Eier aus artgerechter Haltung gekauft". Auch mehrere Tierschutzorganisationen wie die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Vier Pfoten und Provieh forderten eine Kennzeichnungspflicht für alle tierischen Produkte.

Der Deutsche Tierschutzbund bot Schmidt Unterstützung bei der Ausgestaltung des staatlichen Labels an. Das von dem Verein ausgegebene Siegel "Für Mehr Tierschutz" könne die "Blaupause" für das staatlichen Pendant sein. Die einzelnen Stufen müssten "deutlich erkennbar über dem gesetzlichen Niveau liegen und für den Verbraucher transparent sein". Zugleich forderte der Tierschutzbund gesetzliche Regelungen gegen Amputationen bei Tieren und gegen "auf Leistungsmaximierung ausgerichtete Zucht".

Landwirtschaftsminister Schmidt will das staatliche Siegel auf der Grünen Woche präsentieren, die am Freitag in Berlin beginnt. Es soll Fleisch von Tieren kennzeichnen, deren Halter die gesetzlichen Vorgaben übertreffen. Die Tiere haben dann etwa mehr Platz, bekommen besseres Futter oder Spielmaterial, um sich zu beschäftigen. Starten will der Minister mit Schweinefleisch, dann soll es das Label auch für Geflügelfleisch geben, später einmal für Rindfleisch.

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