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Tierärzte erklären: Sechs Dinge, die euer Hund euch mitzuteilen versucht, wenn er euch anschaut

Hunde zeigen oft alle möglichen Verhaltensweisen – sie heulen, wenn sie bestimmte Geräusche hören, neigen den Kopf, wenn man mit ihnen spricht, oder sie starren einen sogar an, während man fernsieht oder ein Buch liest.

Wenn euch euer Hund voller Liebe anguckt, könnte es sein, dass er eure Aufmerksamkeit möchte.
Wenn euch euer Hund voller Liebe anguckt, könnte es sein, dass er eure Aufmerksamkeit möchte.

Erin Askeland ist zertifizierte Hundeverhaltensberaterin und Expertin für Tiergesundheit und -verhalten bei Camp Bow Wow. Sie sagt, dass es fast immer einen besonderen Grund gibt, warum sich Hunde auf einer ganz spezifischen Art und Weise verhalten. Das Starren, könnte zum Beispiel ein Hinweis darauf sein, dass euch euer Hund etwas sagen möchte.

Obwohl es noch weiterer Forschung bedarf, um die vielen Aspekte des Hundeverhaltens vollständig zu erklären, gibt es einige Erklärungen, warum euer Hund euch so aufmerksam beobachtet. Hier sind sechs Gründe, warum euer Hund euch möglicherweise anstarrt:

1. Euer Hund möchte etwas von euch

Hunde können ihre Aufmerksamkeit auf ihren Besitzer richten, wenn sie Aufmerksamkeit oder Futter suchen, sagt Askeland.

„Vieles davon ist auf Konditionierung zurückzuführen, da es gängige Praxis ist, Hunden beizubringen, sich auf euch zu konzentrieren oder euch während des Trainings anzuschauen“, sagt Askeland. „Wenn Hunde dies lernen, werden sie wahrscheinlich von sich aus diese Aufmerksamkeit aufbringen, in der Hoffnung, das Gewünschte zu bekommen oder auf irgendeine Weise belohnt zu werden.“

2. Euer Hund versucht, euch zu verstehen

Hunde können ihre Besitzer auch anstarren, um die Körpersprache zu lesen und zu verstehen, was für sie ein guter Hinweis auf den emotionalen Zustand ihres Besitzers ist. Zum Beispiel, ob ihr traurig seid und getröstet werden müsst oder ob ihr glücklich seid und Lust auf Spielen habt. „Hunde nutzen nonverbale Kommunikation nicht nur, um sich selbst auszudrücken, sondern auch, um andere zu verstehen“, sagt Askeland.

3. Euer Hund braucht eure Führung

Euer Hund könnte mit einer Situation überfordert sein und sich unsicher fühlen. In solchen Momenten starren sie ihre Besitzer an und suchen nach Hinweisen, sagt Askerland. Wenn ihr zum Beispiel eure Schlüssel nehmt, könnte euer Hund annehmen, dass ihr die Wohnung verlassen werdet und beobachtet euch, um zu wissen, was als nächstes passiert.

Einige Hunderassen sind auch in der Lage ihr Besitzer anzustarren und deutlich mehr Signale zu verstehen als andere Hunderassen, sagt Liz Dimit, eine Hundetrainerin bei Dogtopia. So sind beispielsweise Hunde, die speziell als Therapiehunde gezüchtet werden, wie Labrador Retriever und Deutsche Schäferhunde, besonders gut darin, Blickkontakt aufzubauen und die menschliche Körpersprache besser zu verstehen.

Sibirische Huskys hingegen werden gezüchtet, um Schlitten zu ziehen und verbale Anweisungen zu befolgen – daher sind sie eher langsamer, was das Aufschnappen von visuellen Hinweisen angeht und starren daher auch weniger, sagt Dimit.

4. Euer Hund versucht, Liebe auszudrücken

Wenn ihr eine besonders enge Beziehung zu eurem Hund habt, könnte es auch sein, dass euch euer Hund durch einen direkten Blickkontakt seine Liebe zeigen möchte, erklärt Askerland. „Diese Art von Kommunikation ist nicht sehr üblich unter Hunden, wenn euch also euer Hund direkt in die Augen schaut, dann fühlt er sich besonders wohl, um euch herum.“

Ein liebevoller Blick werde dann meist begleitet von sanftem Blinzeln, Schwanzwedeln oder körperlicher Nähe, fügte sie hinzu.

5. Euer Hund zeigt aggressives Verhalten

Manchmal kann das Starren eines Hundes aber auch auf Aggression hinweisen. Das sei meist der Fall, wenn sie sich in einer Situation unwohl oder bedroht fühlen oder auf der Hut sein müssen, sagte Askeland. Oder auch, wenn sie etwas Wertvolles – wie ihr Futter, Schlafplatz oder Spielzeug – beschützen wollen. In dem Falle starrt euch euer Hund an, ohne zu blinzeln, sagte Dimit. Sie könnten sogar so aussehen, als würden sie euch angreifen oder einem Ziel auflauern wollen. Weitere Zeichen der Aggression sind:

  • Ein gesenkter Kopf

  • Steife Körperhaltung

  • Hochgezogene Lippen

  • Die Ohren sind nach vorne gestreckt

  • Der Schwanz bewegt sich kaum

Wenn ihr neben dem Starren solche Zeichen seht, könnte es heißen, dass sich euer Hund bedroht fühlt oder Platz für sich braucht, sagt Askeland.

6. Euer Hund wird älter

Mit dem Alter lässt bei Hunden die geistige Leistungsfähigkeit nach, daher fühlen sie sich später im Leben oft verwirrt und desorientiert, sagt Askeland. So ein bedeutungsloses Anstarren ohne weitere Signale kann ein Zeichen von geistigem Verfall sein. Krankheiten wie das kognitiven Dysfunktionsyndrom bei Hunden könnten auch Grund für solch ein Verhalten sein.

Die Krankheit wird häufig mit dem menschlichen Alzheimer verglichen und betrifft:

  • Etwa 22.5 Prozent der Hunde ab einem Alter von neun

  • Etwa 28 Prozent der Hunde im Alter zwischen 11 und 12

  • Etwa 68 Prozent der Hunde im Alter zwischen 15 und 16

Weitere Symptome des Syndroms der kognitiven Dysfunktion bei Hunden könnten sein:

  • Zielloses umherwandern

  • Verwirrung bei den einfachsten Anweisungen

  • Offensichtliche Verwirrung im bekannten Umfeld

  • Unfälle im Haus

Wenn euer Hund immer häufiger grundlos ins Leere starrt, sei ein Besuch beim Tierarzt angebracht, sagte Askeland. Aktuell gibt es keine Heilung für diese Krankheit, jedoch gibt es Methoden, den Fortschritt zu verlangsamen und dem Hund das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Hierbei helfen oft eine strikte Routine und eine stressfreie Umgebung.

Fazit

Euer Hund kann euch aus verschiedenen Gründen anstarren, zum Beispiel um Aufmerksamkeit oder Futter zu bekommen, um seine Liebe auszudrücken oder um eure Körpersprache und visuellen Signale zu deuten. Ein Hund kann auch als Zeichen von Aggression starren, insbesondere wenn er sich bedroht fühlt oder einen wertvollen Gegenstand bewacht.

Wenn ihr hingegen bemerkt, dass euer Hund ausdruckslos und mit glasigem Blick vor sich hin starrt, könnte dies ein Anzeichen für einen geistigen Verfall oder eine Krankheit sein. Wenn das Starren eures Hundes mit Verwirrung, Desorientierung oder anderen seltsamen Verhaltensweisen einhergeht, wie zum Beispiel plötzliche Unfälle im Haus, solltet ihr euren Hund von einem Tierarzt untersuchen lassen.

Dieser Artikel wurde von Meltem Sertatas aus dem Englischen übersetzt. Den Originaltext findet ihr hier.

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