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Wird das Tief Bernd zum Laschet-Hoch? Wie Hochwasser-Katastrophen Wahlen entscheiden können

·Lesedauer: 2 Min.

NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet ist vor Ort, da kündigt Grünen-Parteichefin Annalena Baerbock nur Stunden später an, ihren Sommerurlaub zu unterbrechen: Die Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz lässt Deutschlands Spitzenpolitiker in den Krisenmodus umschalten. Zwar bemühen sich alle Politiker zu betonen, dass die schlimmen Bilder im Moment nicht für den Wahlkampf ausgenutzt werden dürfen.

Doch Bilder von Gummistiefel tragenden Politikern vor Ort können in Wahlkampfzeiten politisch hilfreich sein: Wer sich als anpackender und empathischer Krisenmanagerin präsentiert, kann sogar aus Umfragetiefs herauskommen und Wahlen gewinnen, man denke nur an Gerhard Schröder 2002.

https://twitter.com/landnrw/status/1415600600151121926

Helmut Schmidt: Angesichts der Sturmflut 1962 behielt Hamburgs damaliger SPD-Innensenator kühlen Kopf. Der spätere Bundeskanzler koordiniert die Rettungseinsätze und begründet seinen Ruf als Macher und Krisenmanager. Die Katastrophe in der Nacht zum 17. Februar kostet allein in der Hansestadt mehr als 300 Menschen das Leben.

Matthias Platzeck: In Jeans und kariertem Hemd macht sich Brandenburgs bis dahin überregional noch unbekannter SPD-Umweltminister beim Oder-Hochwasser 1997 auch bundesweit einen Namen. Als "Deichgraf" dirigiert der spätere Landesvater ein großes Team von Katastrophenschützern und wird als Krisenmanager populär.

Gerhard Schröder: Als 2002 der Wahlkampf beginnt, steckt die rot-grüne Koalition im Umfragetief. Doch der SPD-Bundeskanzler kann das Blatt gerade noch wenden und wird wiedergewählt: In Gummistiefeln und Regenjacke demonstriert Schröder bei der Flutkatastrophe in Ostdeutschland Tatkraft und sammelt Sympathien. Die Bilder hätten "sicherlich nicht geschadet", sagt er später in einem Interview.

Schröder beim Elbe-Hochwasser 2002
Schröder beim Elbe-Hochwasser 2002

Edmund Stoiber: Kurz darauf unterbricht Schröders Herausforderer, Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU), seinen Urlaub auf Juist und reist im August 2002 ebenfalls in die Katastrophengebiete - unter anderem nach Dresden. Die Liste prominenter Bundespolitiker in der Region wurde immer länger, das Problem für Stoiber: Er verpasste den "richtigen" Moment.

Angela Merkel: Kurz vor der Bundestagswahl 2013 macht sich die Kanzlerin ein Bild von der Situation in den süd- und ostdeutschen Hochwassergebieten. Passau zum Beispiel hatte die höchste Donau-Flut seit 500 Jahren erlebt. Als Regierungschefin kann Merkel nicht tatenlos zusehen. Den betroffenen Regionen sichert sie 100 Millionen Euro Soforthilfe zu.

Merkel bei der Flut 2010
Merkel bei der Flut 2010

lp/dpa

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