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ThyssenKrupp verkaufen

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Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) unverändert mit "verkaufen" ein.

Die Analysten hätten mit dem Leiter IR, Claus Ehrenbeck und IR Sabine Sawatzki in Düsseldorf einige Investoren treffen können, die sich für folgende Themen interessiert hätten: Transformationsprozess des Konzerns hin zum Technologiekonzern; Verkauf von Steel Americas und Inoxum; aktuelle Geschäftsentwicklung mit der bereinigten EBIT-Prognose von 1 Mrd. EUR.

Die Analysten würden die Aktie unverändert mit einem fairen Wert von 13,50 EUR bewerten, jedoch Potenziale für 2013/14 sehen, wenn die Erlöse aus den Verkäufen - wie geplant, d.h. rund 4,9 Mrd. EUR für Inoxum und Steel Americas - im Laufe des GJ 2012/13 auch kommen würden. Die Kursreaktion von fast 3 EUR je Aktie nach der Bilanzvorlage würden die Analysten für verfrüht halten, da:

- weitere Belastungen folgen könnten, wenn nicht mindestens der Buchwert für die Überseewerke erzielt werden könne. Hier stelle sich zudem die Frage, wer es besser könne, wenn ThyssenKrupp (Xetra: 750000 - Nachrichten) , die sich zum Ziel gesetzt hätten, in allen Bereichen Benchmarkführer werden zu wollen, es schon nicht schaffe, die neuen Werke in die Gewinnzone zu führen.

- der strategische Neubeginn mit den personellen Veränderungen innerhalb des Managements ihres Erachtens nur dann von der Basis getragen werde, wenn alle Verantwortlichen ihre Entscheidungen auch verantworten würden.

- selbst die margenstärkeren und weniger zyklischen Technologiebereiche im aktuell konjunkturell schwächeren Umfeld mit rückläufigen Margen kämpfen würden.

- die Stahlpreise zwar kurzfristig vom Lageraufbauzyklus Anfang 2013 profitieren könnten, aber angesichts der Überkapazitäten und dem Druck aus Südeuropa nicht nachhaltig sein dürften, zumal für 2013 allenfalls mit stabilen Volumen gerechnet werde, was in der konservativen Prognose (1 Mrd. EUR bereinigtes EBIT, die bereits rund 500 Mio. EUR geplante Kosteneinsparungen beinhalte) deutlich werde.

- der Konzern mit Schadensersatzforderungen aus dem Schienenkartell konfrontiert sei. Die Deutsche Bahn fordere angeblich 750 Mio. EUR.

Die Kuh sei damit noch nicht vom Eis (SNP: ^EISY - Nachrichten) und es dürfte verfrüht sein, den Konzern bereits als reinen Technologiekonzern zu bewerten. Bevor nicht alle geplanten Maßnahmen abgeschlossen seien, sei die Aktie mit einer EK-Quote12/13e von 15% und einem KGV 12/13e von 66x kein Schnäppchen. Das könnte in sechs Monaten anders aussehen, aber bis dahin würden nach Erachten der Analysten die oben genannten Themen überwiegen. Das Aufräumkommando des CEOs Hiesinger gehe ins dritte Jahr, erst danach sollte es langsam wieder aufwärts gehen - auch mit der Aktie.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bewerten die ThyssenKrupp-Aktie weiterhin mit dem Rating "verkaufen". Das Kursziel werde bei 13,50 EUR belassen. (Analyse vom 14.12.2012) (14.12.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.

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