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Thyssenkrupp diskutiert Stahlhilfen von mindestens 5 Mrd. Euro

Birgit Jennen, Eyk Henning und William Wilkes
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Thyssenkrupp AG befindet sich in Gesprächen mit der Bundesregierung über ein Hilfspaket im Wert von mindestens 5 Milliarden Euro für seine angeschlagene Stahlsparte. Das würde den derzeitigen Marktwert des Konzerns von 3 Milliarden Euro deutlich übertreffen.

Die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre Bereitschaft signalisiert, der Sparte finanziell unter die Arme zu greifen und die künftige inländische Produktion eines umweltfreundlichen Stahls zu sichern, berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Es werde eine breite Spanne von Hilfen debattiert, jedoch konzentrierten der Stahlhersteller und die Politik ihre Gespräche auf etwa 2 Milliarden Euro an Liquidität aus einem staatlichen Fonds und bis zu 3 Milliarden Euro an Zuschüssen aus den Mitteln zur Förderung der Wasserstoffstrategie, hieß es weiter.

Thyssenkrupp sowie die Bundesministerien für Wirtschaft und für Finanzen lehnten Stellungnahmen ab.

Die Regierung sei bereit, Zuschüsse von etwa 30% bis 40% der Kosten für den 10 Milliarden Euro teuren Übergang zu einer CO2-armen Stahlproduktion im Rahmen eines Wasserstoff-Entwicklungsprogramms zu geben, wie eine der Personen sagte.

Neben den Mitteln für das grüne Stahlprojekt verhandelt Thyssenkrupp auch mit dem Wirtschaftstabilisierungsfonds. Der WSF ist in diesem Jahr ins Leben gerufen worden, um Unternehmen vor Pandemie-bedingten Liquditätsengpässen zu retten. Die Diskussionen zielen darauf ab, den Bereich über die Abdeckung von Verlusten von etwa 2 Milliarden Euro zu stabilisieren. Weitere Gelder könnten notwendig sein, sagten die Personen.

In die komplexen Gespräche ist auch das Land Nordrhein-Westfalen involviert, wo Thyssenkrupp seinen Firmensitz hat. Es gebe Differenzen über das Gesamtpaket und wie es strukturiert sein würde. Die Bundesregierung wolle den Einsatz der WSF-Gelder möglichst gering halten, sagten die Personen.

Es gebe angesichts der seit langem bestehenden Probleme des Unternehmens erhebliche Hürden für die Bereitstellung von Mitteln, und es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, hieß es weiter.

Überschrift des Artikels im Original:

Thyssenkrupp in Talks for at Least 5 Billion Euros in Steel Aid

(Wiederholung vom Vortag)

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