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Thermostate, Lüften, Vorhänge: Sieben einfache Tipps, wie ihr im Herbst und Winter richtig heizt und Geld spart

Wie ihr im kommenden Herbst und Winter richtig heizt. - Copyright: Getty Images / zvonko1959 / alexsl; Collage: Dominik Schmitt
Wie ihr im kommenden Herbst und Winter richtig heizt. - Copyright: Getty Images / zvonko1959 / alexsl; Collage: Dominik Schmitt

Die Wohnung im Winter warm zu halten, ist im vergangenen Jahr deutlich teurer geworden. Und als Folge des Krieges in der Ukraine, werden die Verbraucher auch im kommenden Herbst und Winter tiefer in die Tasche greifen müssen. Allerdings könnt ihr schon mit ein paar einfachen Tricks Energie sparen und dafür sorgen, dass euch die Rechnung am Jahresende nicht die Sprache verschlägt. Denn das Heizen verbraucht durchschnittlich drei Viertel der Energie eines Haushalts. Wir haben die besten Tipps zum richtigen Heizen für euch zusammengefasst.

Dreht das Thermostat nicht auf die höchste Stufe

Je höher, desto schneller? Wenn die Temperaturen draußen unter 0 fallen, drehen viele das Thermostat der Heizung gleich auf Stufe 4 oder 5. Doch das ist ein Fehler: denn die Heizung wird dadurch nicht schneller warm. Es ist also egal, ob ihr Stufe 5 oder 3 einstellt – der Raum wärmt sich gleich schnell auf. Doch auf 5 werdet ihr logischerweise viel mehr Energie verbrauchen. Dreht die Heizkörper stattdessen auf Stufe 3, bei der die Raumtemperatur angenehme 20 bis 21 Grad erreicht. Für das Schlafzimmer reichen auch Temperaturen von 16 bis 18 Grad (Stufe 2). Beachtet: Mit einem Grad weniger könnt ihr rund sechs Prozent Energie einsparen.

Stoßlüften statt Dauerlüften

Um regelmäßiges Lüften kommt ihr auch im Winter nicht herum: mindestens zweimal am Tag lautet die allgemeine Empfehlung. Damit ihr dabei aber nicht zu viel Energie verschwendet, solltet ihr einiges beachten. Verzichtet auf Dauerlüften mit gekippten Fenstern. Stoßlüften ist um einiges effizienter und energiesparender, denn der plötzliche Luftzug tauscht die feucht-warme Luft, die sich in der Wohnung anstaut, schnell aus.

Lasst nachts die Jalousien unten

Damit ihr tagsüber sowie nachts nicht frieren müsst, solltet ihr für einen möglichst geringen Wärmeverlust sorgen. Vorhänge und Jalousien solltet ihr daher, sobald es draußen dunkel wird, runterlassen. Laut dem Blog „21grad“ könnt ihr dadurch durchschnittlich etwa 55 Euro an den jährlichen Heizkosten sparen.

Dämmt die Heizkörper-Nischen

Insbesondere Häuser aus den Baujahren 1950 bis 1970 haben dünne Wände. Um einen zu großen Wärmeverlust durch die Außenwand zu verhindern, solltet ihr euch im Baumarkt sogenannte Dämmmatten, Polystyrolschaum-Platten mit oder ohne Alu-Beschichtung, besorgen. Sie reflektieren die Wärmestrahlung und halten so das Zimmer warm.

Lasst die Heizkörper unbedeckt

Ob Vorhänge, Decken oder eure nasse Wäsche – so verlockend es auch sein mag, diese Sachen haben auf eurer Heizung nichts zu suchen. Alles, was die Heizung abdeckt, verhindert nämlich eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Raum und wird euch dazu antreiben, die Heizung noch höher zu drehen. Achtet also darauf, dass eure Heizkörper genug Freiraum haben, und schiebt im Zweifelsfall den Schreibtisch oder das Sofa an eine andere Stelle.

Dreht die Heizung nicht komplett ab, wenn ihr das Haus verlasst

Wenn ihr die Heizung jedes Mal beim Verlassen des Hauses komplett herunterdreht, müsst ihr später tief in die Tasche greifen. Denn das ständig erneute Aufwärmen eines kühlen Raumes verbraucht langfristig mehr Energie, als den Raum auf einer konstanten, niedrigen Zahl zu beheizen. Kalte Wände ziehen außerdem Schimmel an und können so auf lange Sicht gesundheitsschädlich sein. Am besten haltet ihr daher die Raumtemperatur durchgehend auf mindestens 15 Grad. Das gilt auch dann, wenn ihr mal für längere Zeit nicht zuhause seid.

Entlüftet die Heizung bei Bedarf

Die Heizung gluckert und wird nicht richtig warm? Dann wird es höchste Zeit zum Entlüften. Die Luft, die sich in den Heizkörpern angesammelt hat, könnt ihr durch ein Ventil an der Seite der Heizung ablassen. Dafür haltet ihr einfach einen Becher oder ein anderes Gefäß unter den Heizkörper und öffnet die Schraube mit einer geeigneten Zange. Lasst die Luft so lange raus, bis nur noch Wasser herauskommt. Ein Blick auf die Druckanzeige am Kessel oder der Heiztherme zeigt euch danach an, ob genug Wasser im Heizkreislauf ist – wenn nicht, muss nachgefüllt werden.