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The Trade Desk: 3 Dinge, die jetzt schiefgehen können!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
Depot
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Die Aktie von The Trade Desk (WKN: A2ARCV) ist seit dem Corona-Crash definitiv ein spannender Senkrechtstarter. Alleine der Aktienkurs ist seit dem Tiefpunkt von ca. 128 Euro auf das derzeitige Kursniveau von ca. 688,10 Euro (02.02.2020, maßgeblich für alle Kurse und Kennzahlen) gestiegen. Das entspricht einer Performance von ca. 437 % innerhalb von nicht einmal einem Jahr. Wirklich bemerkenswert.

Die Wachstumsthese scheint aufgegangen zu sein. Beziehungsweise, wenn du mich fragst, scheint der Markt gegenwärtig einzupreisen, dass The Trade Desk im Markt der programmatischen Werbung eine unentwegt bessere Perspektive haben wird. Möglicherweise auch aufgrund von COVID-19, weil immer mehr Werbetreibende nach effizienteren Wegen zum Werben suchen.

Trotzdem existieren Dinge, die bei dieser Wachstumsgeschichte schiefgehen können. Heute wollen wir uns dabei zunächst auf drei Eventualitäten konzentrieren.

The Trade Desk: Das Wachstum verlangsamt sich

Vielleicht sollten wir eines vorweg ansprechen: Das Wachstum von The Trade Desk ist in den letzten Quartalen sowieso schon nicht übermäßig stark gewesen. Der Werbespezialist konnte im letzten, dritten Quartal beispielsweise den Umsatz im Jahresvergleich um 32 % auf 216,1 Mio. US-Dollar steigern. Das ist jetzt nicht unbedingt der Wahnsinn.

Sollte sich das Wachstum entsprechend verlangsamen, so wäre das ein Indikator dafür, dass diese Erfolgsgeschichte zumindest pausieren wird. Wobei die These angezweifelt werden könnte, dass sich der Werbemarkt im Internet in Richtung programmatische Werbung entwickelt. Das würde möglicherweise zu Kurskapriolen führen.

Für das vierte Quartal hat das Management jedenfalls ein stärkeres Umsatzwachstum auf eine Spanne zwischen 287 Mio. US-Dollar und 291 Mio. US-Dollar in Aussicht gestellt. Ein Prognoserahmen, der besser erreicht werden sollte.

Auch mit Blick auf die Bewertung …

Wohl auch mit Blick auf die fundamentale Bewertung, unserem zweiten Aspekt, der noch schiefgehen könnte. The Trade Desk ist nach der Rallye inzwischen alles andere als preiswert bewertet. Die Marktkapitalisierung lag zuletzt bei über 39 Mrd. US-Dollar. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis entsprechend bei ca. 45 auf Basis der letzten Quartalszahlen. Günstig ist das nicht.

Die Aktie von The Trade Desk beziehungsweise das Unternehmen sind daher in gewisser Weise zum Wachstum verdammt. Viel der künftigen Prognose dürfte bereits eingepreist sein. Möglicherweise auch ein soliderer Ausblick auf das Gesamtjahr 2021. Hier könnte ebenfalls etwas Enttäuschungspotenzial enthalten sein. Zumindest kurz- oder mittelfristig.

Programmatische Werbung nicht die Zukunft …?

Zu guter Letzt dürfte die Investitionsthese hinter The Trade Desk ordentlich wackeln, sollte sich programmatische Werbung nicht als die Zukunft herauskristallisieren. Wobei ich eine solche Entwicklung eigentlich nicht fürchte. Personalisiertere Anzeigen sind ein klarer Wachstumsmarkt, um das Internet für Werbetreibende bestmöglich nutzen zu können.

Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, dass Konkurrenten in diesem Markt erstarken. Oder ein anderes, besseres Format für persönlichere Werbung entwickeln. Das könnte die Wachstumsthese von The Trade Desk ebenfalls treffen. Auch mit Blick auf die fundamentale Bewertung.

The Trade Desk: Trotzdem spannend!

Die Aktie von The Trade Desk ist trotzdem superspannend. Der Werbemarkt ist jedenfalls gigantisch groß und entsprechend sind es auch die Möglichkeiten. Vor allem, wenn sich mehr und mehr Kunden dazu entschließen, auf personalisierte Anzeigen zu setzen, könnte sich das Wachstum signifikant beschleunigen.

Allerdings besitzt die Aktie auch einige Risiken, die Bewertung zum Beispiel. Möglicherweise ist das im Moment der Schuh, der am meisten drückt. Oder ein Abwärtspotenzial impliziert.

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Vincent besitzt Aktien von The Trade Desk. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von The Trade Desk.

Motley Fool Deutschland 2021