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Texas hebt Corona-Beschränkungen weitestgehend auf

·Lesedauer: 2 Min.

Der US-Bundesstaat Texas hebt seine Corona-Beschränkungen weitestgehend auf. Der republikanische Gouverneur Greg Abbott veröffentlichte am Dienstag ein Dekret, mit dem die geltende Maskenpflicht abgeschafft wird. Alle Unternehmen und Einrichtungen dürften ihren Betrieb wieder auf 100 Prozent hochfahren. Die Streichung der bisherigen Corona-Beschränkungen tritt am Mittwoch kommender Woche in Kraft.

"Zu viele Besitzer von kleinen Unternehmen kämpfen, um ihre Rechnungen zu begleichen", sagte Abbott. "Das muss enden. Die Zeit ist genommen, Texas zu 100 Prozent zu öffnen."

"Mit den medizinischen Fortschritten bei Impfungen und Antikörper-Therapien hat Texas jetzt die Instrumente, um die Texaner vor dem Virus zu schützen", erklärte der konservative Gouverneur. Covid-19 sei zwar nicht "verschwunden"; staatliche Vorgaben seien aber nicht länger "notwendig". Jeder müsse seiner Verantwortung für seine eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer gerecht werden.

Geschäfte und Gastronomiebetriebe können demnach weiterhin die Zahl der Kunden beschränken. Das Tragen von Schutzmasken wird weiterhin empfohlen, aber nicht mehr vorgeschrieben. Außerdem können einzelne Bezirke neue Beschränkungen verhängen, wenn die Zahl der Krankenhauspatienten deutlich ansteigt.

Die Zahl der Neuinfektionen in den USA ist zuletzt deutlich zurückgegangen. Die Gesundheitsbehörden warnen aber vor einer vorschnellen Lockerung der Corona-Beschränkungen, insbesondere wegen der Gefahr durch neue Virus-Varianten. In den USA sind schon mehr als 515.000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben - die mit Abstand höchste Zahl weltweit.

Zugleich macht die Impfkampagne große Fortschritte. Präsident Joe Biden sagte am Dienstag, die USA dürften bis Ende Mai ausreichend Corona-Impfstoffe haben, um alle erwachsenen Bürger des Landes zu impfen. Mitte Februar hatte Biden noch Ende Juli als Zeithorizont genannt.

In den USA haben schon mehr als 51,7 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten. Das entspricht 15,6 Prozent der Gesamtbevölkerung und rund 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung.

Zuletzt wurde als dritter Impfstoff in den USA das Vakzin des Pharmakonzerns Johnson & Johnson zugelassen. Wie Biden am Dienstag sagte, bekommt Johnson & Johnson bei der Produktion des Vakzins Unterstützung vom Konkurrenten Merck. Damit sollen Produktion und Abfüllung beschleunigt werden.

Biden mahnte in einer Erklärung im Weißen Haus Vorsicht an. "Der Kampf ist noch lange nicht vorbei", sagte Präsident. Die US-Bürger dürften ihre Deckung nicht runternehmen.

fs/muk