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Teure Energie: Produktion energieintensiver Branchen bricht ein und zieht die deutsche Industrie ins Minus

Die chemische Industrie in Deutschland verringert die Produktion als Folge hoher Energiepreise.  - Copyright: Getty Images
Die chemische Industrie in Deutschland verringert die Produktion als Folge hoher Energiepreise. - Copyright: Getty Images

Die energieintensiven Branchen der deutschen Industrie schränken ihre Produktion infolge der hohen Preise für Gas, Strom und Öl stärker ein. Die Produktion der fünf besonders energieintensiven Branchen blieb im Oktober um 3,6 Prozent unter dem Vormonat und war damit um 12,6 Prozent geringer als vor einem Jahr. Besonders betroffen ist die chemische Industrie: Sie produzierte im Oktober 6,8 Prozent weniger als im September.

Die energieintensiven Branchen zogen damit die gesamte deutsche Industrieproduktion ins Minus. Sie fiel im Oktober zum September um 0,1 Prozent und blieb zum Vorjahresmonat unverändert.

Auf die Industrie entfällt rund ein Viertel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland. Drei Viertel davon verbrauchen fünf Industriezweige: Chemie, Metall, Kokereien und Mineralölverarbeitung, Papier und Pappe, sowie Glas und Keramik. Seit dem Mai entwickelt sich die Produktion dieser Branchen schlechter als die gesamte Industrie.

Wichtigste Energie für die Industrie ist Gas, das seit dem russischen Überfall auf die Ukraine drastisch teurer geworden ist. Besonders stark ist die Produktion in der chemischen Industrie eingebrochen. Im Oktober produzierten die Unternehmen in Deutschland 6,8 Prozent weniger als im September. Die Verarbeitung von Papier und Pappe lag im Oktober um knapp fünf Prozent unter dem September. Bei Kokereien und der Ölverarbeitung betrug das Minus 6,1 Prozent.