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Wasserverband fordert Tesla auf, Schad- und Giftstoffe der Batteriefabrik in Grünheide offenzulegen

·Lesedauer: 2 Min.
Tesla - Baustelle der neuen Fabrik im brandenburgischen Grünheide.
Tesla - Baustelle der neuen Fabrik im brandenburgischen Grünheide.

Der Wasserverband Straußberg-Erkner fordert den US-Autobauer Tesla auf, die Schad- und Giftstoffe offenzulegen, die über die im Bau befindliche Batteriezellfabrik im brandenburgischen Grünheide ins Abwasser geraten werden.

„Aus den Unterlagen ist nicht erkennbar, ob und wie die in den Roh- und Hilfsstoffen enthaltenen Stoffe und Stoffgemische (Elektrolyt, Reinigungsmittel, Li-NMC …) in den Schmutzwasserstrom eingehen und ob bzw. wie die betriebliche Abwasserbehandlungsanlage (BABA) die Einzelstoffe behandelt“, sagt eine Sprecherin des WSE zu Business Insider. „Die Nomenklatur der zulässigen Konzentrationen der Inhaltsstoffe an der Übergabestelle zum WSE wurde auf der Basis der bis dato bekannten Fertigungstiefe und zu erwartender Inhaltsstoffe abgestimmt. Es ist darzulegen, ob durch die Batteriezellenfertigung oder die BABA bisher unbekannte Betriebsstoffe und persistente mobile toxische Stoffe im Abwasser zu erwarten sind.“

Tesla hat in den Antragsunterlagen für den Bau der Batteriezellfabrik Passagen geschwärzt, in denen die verwendeten Schadstoffe aufgelistet sind. Die Umweltverbände NABU und Grüne Liga haben das gegenüber Business Insider bereits scharf kritisiert.

Der Wasserverband kritisiert in einer förmlichen Einwendung außerdem grundsätzlich den Transport und die Verwendung der wassergefährdenden Stoffe der Wassergefährdungsklasse 3, die mutmaßlich in der Batteriezellfabrik zur Anwendung kommen könnten. Dabei handelt es sich Elektrolyte und Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt-Oxide (LiNMC).

Auswirkung von Unfällen ist nicht kalkulierbar

"Die Auswirkungen von Unfällen mit Freisetzung der vorgenannten Stoffe im näheren Anstrom der Trinkwasserfassung sind nicht kalkulierbar." Sollte es zu Unfällen kommen, bei denen die Stoffe austräten, sei kein Katastrophenschutzkonzept bekannt. Weiter heißt es in dem Papier des WSE, "Die angeführten Rechtsprechungen beziehen sich wohl kaum auf die Ausnahme einer Industrieansiedlung mit erheblichem Gefahrenpotential".

Der WSE geht in seiner förmlichen Stellungnahme aber noch einen Schritt weiter. Wenn die Batteriezellfabrik nicht genehmigt würde, würde dies für die Energiewende keinen Nachteil darstellen, schreibt der Verband. „Eine Nichtzulassung der Batteriefertigung am Standort Grünheide würde lediglich zu einer Produktion an anderer Stelle führen. Die Nichterteilung der Ausnahmegenehmigung führt daher nicht zur heraufbeschworenen Verzögerung der Umsetzung der Energiewende als öffentliches Interesse“, heißt es wörtlich in der Einwendung.

Der Wasserverband hat Tesla vertraglich die Lieferung von 1,6 Millionen Kubikmetern Wasser zugesagt. Dieses Volumen sei auch vorhanden, sagt eine Sprecherin. Für weitere Ausbaustufen sei allerdings nicht genug Wasser in der Region vorhanden. Die Landesregierung hat deswegen ein Wasserarsenal bei Hangelsberg identifiziert, das für weitere Wasserversorgung angezapft werden soll. Wie viel Wasservolumen dort allerdings vorhanden ist, ist unklar. Messungen und die Errichtung eines Wasserwerkes können Jahre dauern, heißt es aus Verbandskreisen.

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