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Tesla stellt sich Bürgerfragen - Umweltverband sieht offene Fragen

POTSDAM (dpa-AFX) - Der US-Elektroautobauer Tesla <US88160R1014> hat sich angesichts wachsender Bedenken den Fragen von Bürgern über die geplante Fabrik in Grünheide bei Berlin gestellt. Mehrere Vertreter von Tesla nahmen im Beisein von Umweltministerium und Umweltverbänden in Potsdam Stellung. Tesla kündigte dabei nach Teilnehmerangaben am Mittwochabend an, den bisher geplanten Wasserverbrauch von 372 000 Liter Trinkwasser pro Stunde mit Effizienzmaßnahmen senken zu wollen. Bei Bürgern und Verbänden gibt es unter anderem Bedenken wegen des benötigten Trinkwassers und wegen der Planung des Güterverkehrs.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Brandenburg sieht noch offene Fragen. "Jetzt wissen alle: Der Wasserbedarf ist hoch", sagte BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat am Donnerstag. Ein Lösungsvorschlag für die Wasserversorgung sei aber noch nicht bekannt. Er wertete positiv, dass die Probleme nun aufgeworfen seien und öffentlich darüber diskutiert worden sei. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) hatte zuvor über die Veranstaltung berichtet.

Der E-Autobauer will in Grünheide (Kreis Oder-Spree) von Juli 2021 an bis zu 500 000 Elektroautos im Jahr bauen. Das Genehmigungsverfahren läuft derzeit. Tesla-Chef Elon Musk erklärte am vergangenen Wochenende bei Twitter, die Fabrik werde unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit und der Umwelt entwickelt. Tesla erwirtschaftete in den drei Monaten bis Ende Dezember 2019 das zweite Quartal in Folge schwarze Zahlen und stellte für 2020 Auslieferungen von mehr als 500 000 Autos in Aussicht.