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Tesla muss in China rund 50.000 Fahrzeuge zurückrufen

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Wegen Problemen bei der Radaufhängung müssen Tausende Autos der Modellreihen S und X in die Werkstätten zurückgeholt werden. Die Aktie gibt nach.

Die Erfolgsgeschichte des amerikanischen Autobauers Tesla in China hat einen Rückschlag erlitten. Wie die chinesische Staatliche Marktaufsichtsbehörde (State Administration for Market Regulation) am Freitag mitteilte, ruft das Unternehme rund 50.000 nach China importierte Autos der Modelle S und X zurück.

Der Rückruf stehe in Zusammenhang mit einer von der Staatlichen Marktaufsichtsbehörde eingeleiteten Mängeluntersuchung, hieß es in der Mitteilung. Es handele sich um Fahrzeuge, die zwischen 2013 und 2018 eingeführt wurden. Bei dem Defekt geht es demnach um Probleme bei der Radaufhängung, die auftreten, wenn sie „großen externen Stößen“ ausgesetzt sind.

Am Freitag hatten die Aktien des Autobauers nach Bekanntenwerden des Rückrufs zeitweise um mehr als drei Prozent nachgegeben.

Rückrufe sind in der Autobranche zwar keine Seltenheit, oft gehen die betroffenen Stückzahlen sogar in die Hundertausende. China ist jedoch die große Wachstumshoffnung von Tesla. In den vergangenen Monaten wurden monatlich rund 11.000 Fahrzeuge des Autobauers in China neu registriert.

Im zweiten Quartal machte das Unternehmen laut Unternehmensbericht 1,4 Milliarden US-Dollar Umsatz in China, im Vorjahreszeitraum waren es noch 690 Millionen. Nach den USA war China damit der größte Einzelmarkt für Tesla und verantwortlich für rund 23 Prozent des Umsatzes weltweit.

Erst Ende 2019 hatte in Schanghai eine riesige Tesla-Fabrik ihren Betrieb aufgenommen. Laut Unternehmensangaben liegt die Kapazität dort bei derzeit 250.000 Fahrzeugen pro Jahr.