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Tesla macht erstmals mehr als eine Milliarde Dollar Quartalsgewinn

·Lesedauer: 3 Min.
Tesla lieferte im zweiten Quartal 200.000 Fahrzeuge an Kunden aus

Tesla surft auf der Erfolgswelle: Im Quartal von April bis Ende Juni verkaufte der US-Elektroautobauer eine Rekordzahl von mehr als 200.000 Autos. Der Umsatz verdoppelte sich im Vorjahresvergleich auf zwölf Milliarden Dollar und der Gewinn verzehnfachte sich gar: auf 1,1 Milliarden Dollar (850 Millionen Euro). "Ein unglaublicher Meilenstein", freute sich Firmengründer Elon Musk. Der weltweite Chipmangel könne das rasante Wachstum aber ausbremsen, warnte er.

Die Lage bei der Versorgung mit Computerchips für die Autoindustrie sei "ziemlich ernst", sagte Musk am Montag bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Es sei kompliziert vorauszusagen, wie lange diese Situation andauern werde - "denn wir selbst können nichts machen". Auch das Leichtmetall Lithium, das für die Herstellung der Batterien in E-Autos benötigt wird, sei derzeit knapp.

Dennoch hielt Tesla an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest: Erwartet werde im Schnitt eine jährliche Steigerung um 50 Prozent bei den Auto-Auslieferungen. "In einigen Jahren werden wir schneller wachsen - dies erwarten wir für 2021."

Musk hob Fortschritte beim Bau der zwei "Giga"-Fabriken in Grünheide bei Berlin und im US-Bundesstaat Texas hervor. Die Produktion des Model Y dort könne noch in diesem Jahr beginnen.

Den für dieses Jahr anvisierten Start der Produktion des elektrischen Lkw (semi truck) dagegen verschob Tesla wegen Lieferproblemen vor allem bei Batterien auf das kommende Jahr. Nur wenig Fortschritte gebe es auch beim futuristischen Cybertruck - ein Pickup mit Elektromotor. Musk nannte hier die ungewöhnliche Form des Autos als Grund für die Schwierigkeiten.

Analyst Karl Brauer von der Autohandelsplattform iSeeCars.com erklärte, Tesla habe die Erwartungen bei weitem übertroffen. Die Verkaufszahlen spiegelten die weiterhin starke weltweite Nachfrage nach E-Autos. In den USA etwa waren im Quartal von April bis Juni laut Marktforschungsunternehmen Cox Automotive erstmals mehr als 100.000 E-Autos neu zugelassen worden.

Tesla bleibe "dominierend und wird das auch noch einige Zeit bleiben", erklärte Cox. Der Marktanteil von Tesla in den USA bei E-Autos betrug im zurückliegenden Quartal immer noch 64 Prozent - im Vorjahresquartal waren es 83 Prozent gewesen.

Musk bekräftigte, er wolle das Tesla-Netz von Aufladestationen auch für Fahrerinnen und Fahrer von E-Autos anderer Hersteller öffnen. "Unser Ziel ist, die Einführung erneuerbarer Energien zu unterstützen", sagte er. "Wir wollen keinen eingezäunten Garten schaffen und dann unsere Wettbewerber niederknüppeln."

Auch der Zugang zu den Tesla-Ladestationen dürfte Geld in die Kassen des Unternehmens spülen. Musk kündigte an, Tesla werde mehr für den Strom verlangen, wenn die Nachfrage hoch sei - etwa zur Hauptverkehrszeit.

Tesla verdient bereits viel Geld mit Abgaszertifikaten, die andere Autohersteller brauchen, um ihre Emissionsbilanz aufzubessern. Im Quartal bis Ende Juni waren es 354 Millionen Dollar - also etwa ein Drittel des Quartalsgewinns. Auch der Handel mit der Kryptowährung Bitcoin ist Teil der Bilanz. Im zurückliegenden Quartal schrumpfte der Wert der Bitcoins in der Tesla-Schatulle allerdings um 23 Millionen Dollar. Tesla hatte Anfang des Jahres für 1,5 Milliarden Dollar Bitcoin gekauft.

ilo/hcy

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