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Tesla: Gutachten gefährdet Produktionsstart – Umweltverbände drohen mit Klage gegen vorläufige Genehmigungen

·Lesedauer: 2 Min.
Die Baustelle der Tesla Fabrik.
Die Baustelle der Tesla Fabrik.

Ein Störfallgutachten gefährdet den Produktionsstart der Tesla-Fabrik in Grünheide. Die Gefahrenanalyse, die der US-Autobauer selbst in Auftrag gegeben hat, zeichnet ein düsteres Bild: In der Fabrik drohen explodierende Gaswolken und Reizgas, das Mitarbeiter und Anwohner gefährdet. Tesla sei auf diese Gefahrenszenarien nicht ausreichend vorbereitet, die Ingenieure fordern deswegen eine Umarbeitung und Neuauflage der entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen. Business Insider und Frontal21 haben exklusiv über das Störfallgutachten berichtet.

Das Brandenburger Landesamt für Umwelt, die zuständige Genehmigungsbehörde, prüft die das Störfallgutachten und werte es aus, hieß es vom Ministerium dazu. Damit solle Sicherheit in der Einschätzung der Gefährdungsklasse nach Störfallrecht gewonnen werden. „Wir gehen fest davon aus, dass der Vorhabenträger Tesla die Ergebnisse des Gutachtens jetzt in seine Planungen integriert“, teilte eine Sprecherin des Ministeriums mit.

Klage gegen vorläufiges grünes Licht

Wegen der ungeklärten Störfallproblematik fordern der Naturschutzbund Brandenburgs, die Grüne Liga und die Bürgerinitiative Grünheide aber das Landesumweltamt auf, Tesla keine weiteren Vorab-Erlaubnisse mehr zu erteilen, mit denen der US-Konzern bisher das Werk parallel zum laufenden Genehmigungsverfahren auf eigenes Risiko errichten konnte. Der „Tagesspiegel“ berichtete zuerst darüber.

Das Umweltamt prüft die mittlerweile 15. Vorläufige Genehmigung für Tesla für einen Probebetrieb von Anlagen in der Lackiererei und des Presswerkes der Karosserie. Ausgerechnet in der Lackiererei, die laut Gutachten nicht gut für Störfälle gerüstet ist. Die Umweltverbände und Grünheider Bürgerinitativen drohen aus diesem Grund mit rechtlichen Schritten gegen die vorläufigen grünen Lichter für den US-Autobauer.

„Schon die letzten Vorab-Erlaubnisse hätten nicht erteilt werden dürfen. Es war klar, dass es im Bereich Störfall ein Problem gibt“, sagt Steffen Schorcht zu Business Insider. Er ist Sprecher Bürgerinitiative Grünheide und Mitglied der Arbeitsgruppe des Nabu und der Grünenliga die sich mit Rechtsfragen zu Thema Tesla befasst. „Wir prüfen juristische Schritte Einen Probebetrieb in der Lackiererei zu genehmigen wäre grob fahrlässig und juristisch sehr bedenklich“, fügt Schorcht an.