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Tesla-Gigafactory: Erweiterung in Grünheide bekommt grünes Licht

Die Gigafactory in Grünheide bei Berlin darf erweitert werden. - Copyright: Sean Gallup/Getty Images
Die Gigafactory in Grünheide bei Berlin darf erweitert werden. - Copyright: Sean Gallup/Getty Images

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Tesla darf seine Produktionsstätte in Grünheide bei Berlin erweitern. Die Gemeindevertretung stimmte am Donnerstagabend einem entsprechenden Antrag zu. Der US-Elektroautobauer kann nun eine Fläche von über 100 Hektar Wald kaufen, um seine Gigafactory auszubauen. Die Abstimmung fiel mit zwölf zu sechs Stimmen aus, bei einer Enthaltung. Den Angaben der Gemeinde zufolge, plant Tesla Logistikflächen, ein Servicecenter für Kunden, eine Betriebskita, Schulungsräume und einen eigenen Güterbahnhof.

Zum bisherigen Tesla-Gelände, das 300 Hektar umfasst, kommen dadurch 100 Hektar Fläche dazu. Derzeit arbeiten über 7000 Personen in Grünheide, nach dem Ausbau sollen es 12.000 oder mehr sein. Umweltschützer kritisieren den Ausbau, da ein Teil des Areals im Wasserschutzgebiet liegt, welches die Umänderung von Wald in eine andere Nutzungsart untersage. [Mehr bei Handelsblatt und Stuttgarter Nachrichten]

Auf Gründerszene: Für ihr frisch gekochtes Hundefutter im Abo bekam das Wiener Startup Hellobello im Herbst eine Millionenfinanzierung. Einer der Investoren, der den Milliardenmarkt dahinter erkannt hat, war der bekannte Österreicher und Business Angel Hansi Hansmann. Wir zeigen euch das Pitchdeck, mit dem Hellobello auf VC-Suche gegangen ist. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Die US-Kartellbehörde FTC will die Übernahme des Spielestudios Activision Blizzard durch Microsoft blockieren. Die FTC reichte eine Klage gegen die Transaktion im Wert von 75 Milliarden US-Dollar ein. Vonseiten der Behörde hieß es: „Heute wollen wir Microsoft daran hindern, die Kontrolle über ein führendes unabhängiges Spielestudio zu erlangen und es zu benutzen, um den Wettbewerb in mehreren dynamischen und schnell wachsenden Spielemärkten zu schädigen.“ Der Softwarehersteller will die Übernahme vor Gericht verteidigen. [Mehr bei AxiosCNBCThe InformationHandelsblatt und Wall Street Journal]

Auch Meta hat Ärger mit der US-Kartellbehörde FTC. Diese versucht, Metas Übernahme des Virtual-Reality-Studios Within, dem Hersteller des VR-Fitnessspiels Supernatural, zu stoppen. Meta-CEO Mark Zuckerberg und CTO Andrew Bosworth gelten als potenzielle Zeugen im Verfahren. Laut Medienberichten beantragt die FTC eine einstweilige Verfügung, um den Abschluss des Deals zu verhindern, da er eine Bedrohung für den zukünftigen Wettbewerb darstelle. [Mehr bei Reuters und The Information]

Das Pentagon hat einen 8,5 Milliarden Euro Auftrag für ein Cloud-Computing-Projekt zu gleichen Teilen an GoogleOracleMicrosoft und Amazon vergeben. Bei dem Projekt, das bis 2028 abgeschlossen sein soll, geht es um eine bessere Kommunikation mit Soldaten in Kriegsgebieten. Bei der Ausschreibung für ein ursprüngliches Computer-Projekt 2019 hatte zunächst Microsoft den Zuschlag bekommen, doch das Pentagon hatte den Vertrag im vergangenen Jahr aufgelöst. [Mehr bei CNBC und Handelsblatt]

Am Landgericht München hat am Donnerstag der Prozess gegen den ehemaligen Wirecard-Vorstandschef Markus Braun und zwei Mitangeklagte begonnen. Die Pleite des Dax-Konzerns zählt zu den größten Skandalen der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Die Staatsanwaltschaft wirf Braun „gewerbsmäßigen Bandenbetrug“ vor. Dieser habe sich mit anderen Spitzenmanagern des Zahlungsdienstleisters zu einer „Bande“ zusammengeschlossen, um so die Existenz eines erfolgreichen Unternehmens vorzutäuschen. Brauns Verteidiger plädieren auf Nichtwissen. Der ehemalige Wirecard-Chef sitzt seit Juli 2020 in Untersuchungshaft. [Mehr bei Handelsblatt und Bloomberg]

InvestitionenUnion Square Ventures hat 200 Millionen US-Dollar für einen zweiten Fonds aufgebracht, der sich auf frühe Investitionen in Klimatechnologie-Startups konzentriert. Die Risikokapitalgesellschaft aus New York ist für ihre frühen Beteiligungen an TwitterCoinbase und Etsy bekannt. Banzai, ein Marketing-Tech-Startup aus Seattle, erwirbt das KI-Tracking-Tool Hyros für 110 Millionen Dollar. Außerdem gab das Startup bekannt, 100 Millionen Dollar aufgebracht zu haben und per Spac an der Technologiebörse Nasdaq zu starten. [Mehr bei The Information und Techcrunch]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Für den Schnell-Lieferdienst Flink läuft es in Österreich nicht so gut. Der Markt ist einer von dreien im Ausland und wird nun eingestellt. Flink musste für das Geschäft dort sogar Insolvenz anmelden. [Mehr bei Gründerszene]

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Eure Gründerszene-Redaktion