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Ist bei der Tencent-Aktie das Worst-Case-Szenario schon eingetreten?

·Lesedauer: 2 Min.

Die Tencent-Aktie (WKN: A1138D) ist, wie viele andere China-Tech-Aktien, zuletzt keine erfolgreiche Investition gewesen. Alleine mit Blick auf den Kursverlauf in diesem Jahr erkennen wir eine durchwachsene Dynamik. Per Mitte Februar notierten die Anteilsscheine schließlich noch bei 82,61 Euro. Heute finden wir die Aktie bei 49,90 Euro (17.09.2021, maßgeblich für alle aktuellen Kurse und fundamentalen Kennzahlen) wieder. Ein starkes Minus von rund 40 % in knapp über einem halben Jahr.

Es stellt sich vielleicht die Frage, ob bei der Tencent-Aktie schon ein Worst-Case-Szenario eingetreten ist. Oder aber, ob es noch schlechter gehen könnte. Interessante Fragen, die wir heute mit Blick auf die Ausgangslage beantworten wollen.

Tencent-Aktie: Worst-Case-Szenario eingetreten …?

Für die Tencent-Aktie hat sich zumindest ein gewisses Risiko jetzt leider bewahrheitet. Nämlich das, dass die chinesische Regierung wirklich in den Markt eingreifen könnte. Wir wissen mit Blick auf die vergangenen Monate und Quartale, dass Regierungsbehörden und Politik die Märkte und die Akteure stärker regulieren. Gerade bei diesem Tech-Akteur hat das zu einigen Veränderungen geführt.

Eine der wesentlichsten Veränderungen ist so beispielsweise, dass das Gaming eingeschränkt wird. Kinder und Jugendliche dürfen im Reich der Mitte lediglich noch drei Stunden pro Woche unter anderem die beliebten Spiele von Tencent spielen. Damit könnten im Worst-Case-Szenario Generationen von Gamern verloren gehen. Oder macht das Verbot die verbotene Frucht noch attraktiver? Fest steht jedenfalls: Eine junge Zielgruppe im Reich der Mitte ist damit an vielen Stunden an jedem Tag nicht erreichbar.

Zugleich ist für die Tencent-Aktie das Verbot der Exklusivität eine Baustelle. Es mag zwar etwas harsch gewirkt haben, dass Plattformen wie WeChat Links von Konkurrenten unterbunden haben. Aber auch damit ist jetzt sowieso Schluss. Die Plattformen beginnen sich bereits für die Konkurrenz zu öffnen. Das könnte Belebung in die Konkurrenzlage bringen. Mit Social Media und Gaming sind jedenfalls zwei große Segmente des China-Tech-Akteurs betroffen. Zumindest eine größere Baustelle lässt sich daher nicht leugnen.

Geht’s noch schlimmer …?

Glücklicherweise kann die Tencent-Aktie eines für sich reklamieren: Nämlich, dass das Geschäft einigermaßen diversifiziert ist. Das bedeutet, dass die Ausfälle im Gaming kompensiert werden können. Beispielsweise mit der erfolgreichen Plattform WeChat. Das Verbot der Exklusivität könnte hingegen nicht so problematisch sein. Schließlich sind es Konsum- und Verbrauchergewohnheiten, die sich vermutlich nicht so stark ablegen lassen.

Trotzdem ist die Ausgangslage bei der Tencent-Aktie für mich definitiv ernst. Im Endeffekt verändert sich gerade der gesamte Markt und gerade für Tech-Akteure nicht gerade zum Vorteil. Foolishe Investoren sollten daher besser gut überlegen, ob sie investiert bleiben wollen. Oder aber ob es nicht vielleicht attraktivere Chancen in anderen, nicht so aufgeladenen Märkten geben könnte.

Der Artikel Ist bei der Tencent-Aktie das Worst-Case-Szenario schon eingetreten? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tencent.

Motley Fool Deutschland 2021

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