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Telekom bereitet angeblich Milliardenverkauf vor

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Düsseldorf (dapd). Die Deutsche Telekom will Medienberichten zufolge den britischen Mobilfunkmarktführer Everything Everywhere (EE) noch in diesem Jahr an die Börse bringen. Der Gang aufs Parkett könne den Eigentümern von EE, dem Bonner Mobilfunkkonzern und France Télécom (Paris: FR0000133308 - Nachrichten) , jeweils mehr als eine Milliarde Euro in die Kassen spülen, berichteten das "Handelsblatt" (Montagausgabe) und die "Sunday Times" übereinstimmend unter Berufung auf informierte Kreise.

EE war 2010 durch den Zusammenschluss der britischen Mobilfunktöchter von Deutscher Telekom und France Télécom entstanden. Mit mehr als 27 Millionen Kunden ist das fusionierte Unternehmen die Nummer eins auf dem britischen Markt. Den Berichten zufolge wollen die Konzerne etwa 25 Prozent des Joint Ventures an die Börse bringen.

Die Telekom hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, sie prüfe einen Börsengang der britischen Tochter. Der Konzern könne so einen Teil der in den vergangenen Jahren erzielten Wertsteigerungen realisieren, sagte Finanzvorstand Timotheus Höttges im Dezember auf dem Kapitalmarkttag des Konzerns. Ein Unternehmenssprecher betonte allerdings am Montag auf dapd-Anfrage, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.

Börse zeigt sich unbeeindruckt

Nach Informationen der "Sunday Times" vom Wochenende ist als Alternative zum Börsengang allerdings auch ein Verkauf von EE an Finanzinvestoren möglich. Auch der US-Telekommunikationskonzern AT&T suche nach Investitionsmöglichkeiten in Europa und komme als Käufer infrage, hieß es in der die Zeitung.

Die Milliardeneinnahmen könnten die Konzerne gut gebrauchen. France Télécom leidet unter Billigkonkurrenz auf dem heimischen Markt und musste bereits vor einigen Monaten Dividendenkürzungen ankündigen. Die Deutsche Telekom braucht dringend Mittel für den zügigen Ausbau der Netze in Deutschland und den USA. Insgesamt will der Konzern fast 30 Milliarden Euro in die Hand nehmen, um nach Jahren schrumpfender Erlöse endlich wieder auf Wachstumskurs zu gehen.

Neben dem Börsengang von EE prüft die Telekom deshalb auch einen Komplett- oder Teilverkauf der Scout24-Gruppe, die Online-Marktplätze wie ImmobilienScout24 und AutoScout24 betreibt. Medienberichten zufolge ist Europas größter Zeitungskonzern Axel Springer daran interessiert. Auch hier könnte der Kaufpreis Milliardenhöhe erreichen, wird spekuliert.

Die Börse zeigte sich allerdings unbeeindruckt von den Berichten. Die Aktie der Telekom notierte am Montagnachmittag leicht unter dem Niveau vom Freitag.

dapd

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