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TEE 2.0: Verkehrsminister Andreas Scheuer will Trans-Europ-Express neu auflegen

Willy Flemmer
·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 2 Min.

30 Jahre fuhren die Züge des Trans-Europ-Expresses quer durch Europa. Nun will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die legendäre Zuggattung wiederbeleben.

Ein Zug des Trans-Europ-Expresses in voller Fahrt im Jahr 1962. (Bild: Roger Viollet Collection/Getty Images)
Ein Zug des Trans-Europ-Expresses in voller Fahrt im Jahr 1962. (Bild: Roger Viollet Collection/Getty Images)

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will die legendäre Zuggattung Trans-Europ-Express (TEE) wiederbeleben. Schon im Juni sprach er von entsprechenden Plänen. Am heutigen Montag will er seine Idee von einem europäischen Eisenbahnnetz in der EU-Verkehrsminister-Konferenz vorstellen.

Der TEE 2.0

Für den "TEE 2.0" hat der CSU-Politiker konkrete Vorstellungen. "Es geht um schnelle und durchgehende Zugverbindungen", sagt er in einem Interview mit der Funke Mediengruppe. Ziel sei es, "nach dem Vorbild des Deutschland-Takts einen Europa-Takt zu etablieren." Ähnlich hieß es schon vonseiten des Finanzministeriums. Grundlage eines grenzüberschreitenden Europa-Takts seien demnach bestehende nationale Taktverkehre in Europa.

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Von dem TEE-Konzept will Scheuer "möglichst viele Bahnunternehmen in der Europäischen Union überzeugen, damit bis Ende des Jahres eine Absichtserklärung unterzeichnet werden kann." Für das Projekt seien Züge nötig, die komfortabel und grenzüberschreitend einsetzbar seien. Außerdem müsste eine digitale Plattform geschaffen werden, über die Reisende entsprechende Bahnverbindungen buchen könnten. Finanziert werden soll das Projekt mit einem EU-Förderprogramm, für das sich Scheuer auf dem Schienengipfel ebenfalls aussprechen will.

Beispielstrecken

"Die Menschen sollen mit der Bahn besser durch Europa kommen", sagt der Politiker weiter. Als Beispiel für eine transeuropäische Verbindung nennt er eine Strecke von Paris über Brüssel, Köln und Berlin nach Warschau. "Ein Zug, der um 9:00 in Paris startet, könnte um 12:15 in Köln, um 16:45 in Berlin und um 22.15 in Warschau sein", meint er. Vor wenigen Monaten hatte er weitere mögliche Beispiele genannt. Eine Strecke könnte von Berlin über Frankfurt und Lyon nach Barcelona führen, eine andere von Paris über Brüssel, Hamburg und Kopenhagen nach Stockholm.

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Scheuer hatte sein Konzept eines europäischen Eisenbahnnetzes nach dem Vorbild des Trans-Europa-Expresses im Juni dieses Jahres vorgestellt. Seine Pläne wolle er während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft auf den Weg bringen, erklärte er damals. Es sei zu diskutieren, wie die Lösung einer transeuropäischen Bahnverbindung für Fahrgäste attraktiv und für Bahnunternehmen wirtschaftlich sein könnte.

Das Original

Den originalen Trans-Europ-Express gab es von 1957 bis 1987. An dem Projekt waren verschiedene europäische Staatsbahnen beteiligt, darunter die Deutsche Bahn. TEE-Verbindungen bestanden zwischen den Staaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) sowie Österreich und der Schweiz. Die Züge mit ausschließlich Erste-Klasse-Wagons erreichten eine Geschwindigkeit von bis zu 200 Kilometer pro Stunde. Abgelöst wurden die TEE-Züge durch die Zuggattung EuroCity.

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