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Technologieaktien: Die Angst der anderen ist deine größte Chance

·Lesedauer: 3 Min.
Schach mit geschlagenem König
Schach mit geschlagenem König

Wer will heute noch Technologieaktien? Alle freuen sich auf das Ende der Pandemie. Jetzt sind doch eher Aktien von Konsumgüterherstellern und Luftfahrtunternehmen gefragt.

Der Ark Innovation ETF von Starinvestorin Cathie Wood bringt das aktuelle Desinteresse perfekt auf den Punkt. Vor ziemlich genau einem Jahr erreichte der wohl bekannteste Tech-ETF seinen vorläufigen Höhepunkt. Seitdem geht es langsam, aber stetig, bergab.

Hängt das womöglich mit dem wieder aufgeblühten Zinsumfeld zusammen? Im März 2020 sanken die Zinsen der 10-jährigen US-Staatsanleihen auf rekordtiefe 0,5 %. Mittlerweile erhalten Investoren mehr als 3-mal so viel für ihr sauer verdientes Kapital (Stand: 05.01.2021).

Man kann diesen Zusammenhang herstellen. Doch nicht ohne gleichzeitig festzustellen, dass an Technologieaktien langfristig sowieso nicht zu rütteln ist.

Die Angst vor dem großen Tech-Crash

In den ersten Wochen der Pandemie fiel die Rendite am US-Anleihenmarkt um satte 75 %. Plötzlich erschienen die zukünftigen Gewinne der Tech-Konzerne so attraktiv wie selten zuvor. Das Resultat: Stark steigende Kurse bei den Technologieaktien.

So viel zur offiziellen Geschichte. Zinsen runter, Tech-Aktienkurse rauf. So einfach ist das!

Doch nun stehen die Zinsen der 10-jährigen US-Staatsanleihen beinahe wieder auf dem Niveau der Vorkrisenzeit. Das schürt Angst vor Panikreaktionen.

Kommt es bald zum massenhaften Verkauf überteuerter Technologieaktien? Volle Deckung scheint jetzt die beste Strategie zu sein.

Technologieaktien sind in jedem Zinsumfeld echte Gelddruckmaschinen

Doch Angst war noch nie ein guter Berater. Schon gar nicht an der Börse.

Wer die Situation klar und völlig objektiv bewerten kann, ist stets im Vorteil. Auch beim Wirbel rund um vermeintlich überteuerte Technologieaktien.

Zunächst muss klar skizziert werden, welchen Einfluss das Zinsumfeld konkret auf Technologieaktien hat. Das ist gar nicht so einfach. Man kann schließlich nicht in die Köpfe aller Technologieinvestoren schauen.

Ich denke, der Zusammenhang zwischen Tech-Crash und Zinsanstieg ist nicht so eindeutig, wie sich das viele gerade denken. Der Zins mag eine Komponente im großen Spiel sein. Doch Technologieaktien waren schon vor der Pandemie die Könige und Kaiser der Überrendite.

Insbesondere im Software-Sektor entstanden echte Gelddruckmaschinen. Zinsen hin oder her.

Aus der Angst der anderen könnte dein größter Gewinn entstehen

Zumal das jüngste Hin und Her der 10-jährigen US-Staatsanleihen im großen Bild geradezu lächerlich wirkt. Noch im Jahr 2018 bekamen die Investoren der US-10-Jährigen über 3 % Zinsen. Vor dem US-Immobiliencrash 2007 waren es sogar über 5 %.

In jedem Zeitraum haben sich Technologieaktien hervorragend entwickelt. Heutzutage teilen sich die Tech-Könige gar die Top-Positionen im MSCI World Index auf.

Vor einem brutalen Zinsanstieg fürchte ich mich ohnehin nicht. Ich sehe eher das Gegenteil. Denn wer sich die langfristige Zinsentwicklung anschaut, hat den Megatrend Niedrigzins klar vor Augen.

So oder so: Die Angst scheint mir übertrieben. Ja, sogar eher ein guter Grund zu sein, jetzt in großem Stil Technologieaktien zu kaufen.

Der Artikel Technologieaktien: Die Angst der anderen ist deine größte Chance ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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