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Bei Tech ganz weit vorn: Verizons Dividendenrendite von 4,4 %

Nicholas Rossolillo
·Lesedauer: 3 Min.

Obwohl die Aktien in diesem Jahr eine nicht gerade erfreuliche Rendite von minus 6 % erzielt haben, war das Geschäft von Verizon (WKN: 868402) stabil. Dies zeigte sich einmal mehr im dritten Quartal 2020 mit einem Netto-Neuzugang an Mobilfunkteilnehmern und der höchsten Rate an Internet-Neuzugängen seit 2014. Und ein weiterer zweistelliger prozentualer Anstieg des freien Cashflows untermauert, warum man die Aktie so schätzt: die Dividendenrendite von 4,4 %.

Drahtlose Kommunikation ist ein Grundbedürfnis

Neue 5G-Mobilfunknetze waren in diesem Jahr der letzte Schrei, und hier liegt Verizon in den USA noch hinter T-Mobile (WKN: A1T7LU) zurück. Das 4G-LTE-Netz übertrifft jedoch in der durchschnittlichen Leistung die neuen 5G-Netze anderer Anbieter.

Das zeigen die Zahlen. Verizon konnte auf der Verbraucherseite netto 136.000 Postpaid-Verbindungen dazugewinnen, im Geschäftssegment netto 417.000 Postpaid-Verbindungen und netto 144.000 Fios-Internet-Neuzugänge im Privat- und Geschäftskundenbereich. Die Einnahmen von Verizon Media fielen aufgrund des anhaltenden Rückgangs der Internetwerbung um 7 % auf 1,7 Milliarden USD. Allerdings konnte das Segment im Lockdown gegenüber dem zweiten Quartal um 21 % zulegen.

Die Gesamteinnahmen fielen gegenüber dem Vorjahr um 4 % auf 31,5 Milliarden USD, wobei die geringeren Geräteverkäufe das Problem waren. Apple (WKN: 865985) verschob seine jährliche iPhone-Veröffentlichung von September auf Oktober. Das dürfte der Hauptgrund für die geringeren Geräteverkäufe von Verizon sein. Nichtsdestotrotz blieben die bereinigten Erträge im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Prognose für die bereinigten Erträge für das Gesamtjahr 2020 wurde gegenüber 2019 auf pauschal bis zu 2 % angehoben. Die vorherige Prognose lag bei einem Rückgang von ca. 2 %. Das Management sagte, dass die Investitionsausgaben einschließlich des Aufbaus von 5G bei rund 18,5 Milliarden USD liegen werden.

In der Bilanz beliefen sich die langfristigen Verbindlichkeiten auf 110 Milliarden USD (gegenüber 101 Milliarden USD Anfang 2020). Die liquiden Mittel lagen Ende September bei 9,0 Milliarden USD (2,6 Milliarden USD zu Beginn des Jahres). Doch diese Zahlen spiegeln nicht die anstehende Übernahme von TracFone in Höhe von 6,9 Milliarden USD wider. Insbesondere nach der (meiner Meinung nach unklugen) Übernahme des Mediengeschäfts bleibt Verizon weit weniger wendig als T-Mobile. Es handelt sich jedoch nach wie vor um ein sehr profitables Unternehmen. Verizon holt reichlich Cash rein, um seine Verbindlichkeiten zu bedienen, 5G-Services der nächsten Generation aufzubauen und diese Dividendenzahlung an die Aktionäre vorzunehmen.

Die Kennzahl, die wirklich zählt

Verizon sagte, dass sein freier Cashflow – operativer Cashflow minus Investitionsausgaben – in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 gegenüber dem Vorjahr um 27 % auf 18,3 Milliarden USD gestiegen sei. Wenn man die Akquisitionen von Unternehmen und Mobilfunklizenzen abzieht, betrug der freie Cashflow in den ersten neun Monaten des Jahres 15,8 Milliarden USD. Das ist ein Anstieg von 12 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2019.

Dies ist wichtig, da diese Zahlen die Ausgaben von Verizon für endlose Netzwerkverbesserungen und Bauvorhaben beim 5G-Wettrüsten beinhalten. Diese verbleibenden Barmittel decken die 7,6 Milliarden USD ab, die bisher im Jahr 2020 als Dividenden ausgezahlt wurden. Wer Dividenden will, bekommt bei Verizons 4,4-%-Rendite die Nummer 1 unter Amerikas Telekommunikationsunternehmen. Das Unternehmen kann seine Einnahmen ausschütten und weiterhin in sein drahtloses Netzwerk investieren.

5G-Netzwerke werden Verizon nicht zum Wachstumsunternehmen machen. Trotzdem sieht die Aktie nach einem guten Value-Wert aus. Sie wird zum 11,3-Fachen des Cashflows der vergangenen zwölf Monate gehandelt. Zusammen mit der Dividendenzahlung ist dies eine Aktie mit der höchsten Dividende im Technologiebereich.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und empfiehlt Aktien von T-Mobile US und Verizon Technologies. Nicholas Rossolillo besitzt Aktien von Apple und Verizon Technologies. Dieser Artikel erschien am 24.10.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2020