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Tech-Blase droht zu platzen? So bereite ich mich vor!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
Technologieblase
Technologieblase

Droht vielleicht eine Tech-Blase bald zu platzen? Keine Frage, das könnte zumindest eine Option sein. Viele Aktien des US-amerikanischen NASDAQ, um bei einem prägenden Beispiel zu bleiben, sind inzwischen deutlich gestiegen. Der Index hat ebenfalls eine starke Performance hingelegt. Damit könnte sich das Rückschlagsrisiko inzwischen erhöhen.

Aber was passiert, wenn eine Tech-Blase zu platzen droht? Beziehungsweise, wie bereitet man sich als Investor darauf vor? Gute Fragen an dieser Stelle! Hier ist jedenfalls mein Ansatz, wie ich mich auf ein solches Szenario vorbereite.

Platzen der Tech-Blase: Auf Unternehmen konzentrieren!

Einen ersten Schritt, den du zur Vorbereitung auf das Platzen einer Tech-Blase gehen kannst, ist, deinen Fokus zu verändern. Gerade jetzt in Zeiten der Hausse fokussieren sich viele auf die Aktienkurse, die sehr prominent aufleuchten. Das ist jedoch ein falscher Foolisher Ansatz.

Gerade wenn man das Platzen der Tech-Blase fürchtet, könnte es eher angebracht sein, sich auf eines zu konzentrieren: die Wachstumschance eines jeden Unternehmens. Es gibt schließlich in der Regel eine Investitionsthese, auf die du gesetzt hast, die zeitlos sein könnte und ein langfristiges Wachstum impliziert.

Sich darauf zu fokussieren kann in vielerlei Hinsicht helfen. Das Wichtigste dabei: Du erkennst, dass selbst eine größere Korrektur oder ein Crash an den Chancen eines Unternehmens kaum etwas verändert. Das Wachstum sollte in der Regel weitergehen, idealerweise ausgelöst von einer starken Wettbewerbsposition in einem wachsenden Markt.

Wer sich als Investor darauf konzentriert, der kann potenzielle Kursverluste beim Platzen einer Tech-Blase vermutlich besser ausblenden. Und sieht das, was langfristig viel wichtiger ist: das Unternehmen, das die gleichen Chancen wie vorher besitzt, dessen Aktienkurs jedoch einfach bloß auf Tauchstation geht. Das ist jedenfalls, worauf ich mich konzentriere.

Ein wenig Cash zum Nachkaufen …

Ein zweiter wichtiger Aspekt beim Platzen einer potenziellen Tech-Blase ist für mich außerdem das Halten von etwas Cash. Zugegebenermaßen kann niemand sagen, ob oder wann es zu einer Korrektur oder einem Crash kommen wird. Es kann auch noch viele Jahre dauern. Mir persönlich geht es jedoch besser, wenn ich Flexibilität in Form von Cash halte. Denn damit kann ich im Fall der Fälle eines: günstiger nachkaufen.

Wie gesagt: Ich konzentriere mich auf das Unternehmen selbst und die Wachstumschancen, die es besitzt. Mit diesem Blickwinkel erkenne ich gerade, wenn eine Tech-Blase platzen sollte, dass viele meiner Wachstumsraketen jetzt einfach deutlich preiswerter gehandelt werden. Eine gigantische Chance? Ja, natürlich.

Deshalb ist Cash für mich ein Mittel, um im Fall der Fälle handlungsfähig zu sein. Die Opportunitätskosten eines kurzfristigen Verzichts auf Rendite gehe ich gerne ein, um eine günstige Chance ideal ergreifen zu können.

Fürchte keine Tech-Blase!

Wie wir daher letztlich sehen können, musst du als Investor nicht das potenzielle Platzen einer Tech-Blase fürchten. Wer sich unternehmensorientiert auf die Chance hinter der Aktie konzentriert, der wird sehen, dass der Wachstumstrend in den meisten Fällen intakt ist. Günstiger nachzukaufen kann dabei die beste Option sein. Ein Zweiklang, der vielleicht auch dir helfen kann, besser durch eine hypothetische, volatile Phase zu kommen.

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