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Tech-Aktien: 2. Halbjahr mit Schrecken?

Auch bei Tech-Aktien steht jetzt das zweite Halbjahr an. Das erste wiederum war rekordverdächtig schlecht. Zumindest sagen einige Indikatoren, dass wir in Teilen seit dem Jahre 1970 nicht mehr so eine dermaßen durchwachsene Performance sahen.

Die Kernfrage ist jedoch: Was bringt das zweite Halbjahr? Ein Analyst auf Yahoo Finance spricht von historisch schlechten Indikatoren für Tech-Aktien. Insbesondere mit Verweis auf die Dotcom-Blase und Co. könnte der NASDAQ zum Beispiel ein Abverkaufspotenzial von 8 % haben. Wobei solche Durchschnittswerte stets mit Vorsicht zu genießen sind.

Ich möchte dir heute eine andere Perspektive eröffnen. Vielleicht sogar eine, die ziemlich versöhnlich klingt. Aber ich kann nicht genau sagen, ob sie in den nächsten sechs Monaten zutreffen wird. Oder eher in den kommenden sechs Monaten bis zwei Jahren.

Tech-Aktien: Es bleibt operativ herausfordernd

Die Zeit der Corona-Profiteure ist offensichtlich vorbei und das hat Tech-Aktien in Teilen schwer getroffen. Ja, sogar operativ. Das Wachstum im E-Commerce verlangsamte sich, auch das Digitalisierungs-Tempo hat abgenommen. Die Menschen sind lieber draußen als zu Hause vor ihren Streaming-Plattformen. Bloß drei Anknüpfungspunkte, die das Wachstum derzeit verlangsamen.

Ich glaube: Auch in der zweiten Jahreshälfte bleibt es herausfordernd, was Tech-Aktien und ihr operatives Wachstum angeht. Zu den allgemeinen Schwierigkeiten kommen nun noch Verbrauchersorgen dazu. Inflation und steigende Zinsen führen dazu, dass Verbraucher voraussichtlich mehr darüber nachdenken, wie viel Geld sie für was ausgeben. Das kann den E-Commerce treffen und in der Folge auch digitale Zahlungsdienstleister. Aber vielleicht auch so manches Streaming-Angebot.

Trifft diese Einschätzung zu, so dürfte das operative Wachstum vieler Tech-Aktien voraussichtlich langsamer bleiben. Das ist zumindest ein Key-Take-Away, den wir jetzt für das zweite Halbjahr mitnehmen sollten. Vielleicht auch längerfristig.

Und die Aktienkurse …?!

Trotzdem glaube ich, dass Tech-Aktien auch versöhnlich sein können. Oder: Sich zumindest im zweiten Halbjahr einem Tiefpunkt nähern. Viele Aktien aus diesem Bereich sind schließlich tief gefallen. Das umfasst übrigens nicht nur die neuen, jungen Corona-Profiteure. Nein, sondern auch etablierte Aktien aus den Bereichen der Zahlungsdienstleister, des Streamings oder des E-Commerce. Viele Aktien sind tief gefallen.

Der springende Punkt ist jedoch, dass sie dadurch Value-Bewertungen besitzen. Oder ebenso tief gefallen sind, dass sie anderweitig günstig sind. Wenn eine Aktie im Portfolio bereits 80 % gefallen ist, machen rein mathematisch 85 % Minus auch keinen großen Unterschied aus. Viele Portfolios dürften sich daher auch ihrem Boden nähern mit Blick auf die Aktienkursperformance.

Eine Chance ist bei Tech-Aktien außerdem, dass der Markt wieder etwas rationaler wird. Wenn es die Erkenntnis gibt, dass teilweise Wachstum möglich ist und sich an den langfristigen Aussichten wenig verändert hat, so könnte der Markt auch wieder etwas optimistischer werden.

Der Artikel Tech-Aktien: 2. Halbjahr mit Schrecken? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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