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Wird dieses Team zum Problem für die NBA?

Stefan Junold
·Lesedauer: 4 Min.
Wird dieses Team zum Problem für die NBA?
Wird dieses Team zum Problem für die NBA?

James Harden kannte keine Gnade mit seinem Ex-Team. So dreckig sein Abschied von den Houston Rockets verlief, so eiskalt überrannte er seine ehemaligen Kollegen nun.

Mit 132:114 servierten die Brooklyn Nets die Rockets ab, die sich mit zuletzt 13 Niederlagen in Folge in einem bitteren sportlichen Zustand befinden. (Tabellen der NBA)

Ganz anders stehen die New Yorker da: Zehn der vergangenen elf Partien konnten die Nets für sich entscheiden. Das Team um das Superstar-Trio Harden, Kevin Durant und Kyrie Irving hat sich in der Eastern Conference an Spitzenreiter Philadelphia 76ers herangerobbt und nur eine Niederlage mehr auf dem Konto.

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Durant fehlt Nets verletzt

Hardens Trade hat sich schon gelohnt, und das obwohl die volle Power Brooklyns bislang nur selten zu sehen war. "The Beard", Durant und Irving standen in nur sieben Partien gemeinsam auf dem Feld. Vor allem Forward Durant verpasste zahlreiche Spiele verletzungsbedingt, auch beim All-Star Game fehlt er.

Und trotzdem setzt das Team von Trainer-Neuling Steve Nash nun schon zu beeindruckenden Siegesserien an. "Wir müssen den Satz etablieren: 'Gewöhnt euch dran'", tönte Guard Irving nach dem 124:113-Erfolg nach Overtime gegen die San Antonio Spurs und kündigte damit weitere Großtaten an.

Harden glänzt mit Triple-Doubles

Zuvor hatte Harden Geschichte geschrieben, indem er bei seinem siebten Triple-Double für die Nets (nach dem nächsten gegen die Rockets steht er bei acht) zum ersten Spieler der Liga-Historie avancierte, der sich bei über 30 Punkten, 15 Assists und zehn Rebounds keinen einzigen Turnover geleistet hatte.

"Wenn James einfach James ist, wird unser Job viel leichter. Und so haben wir uns an einen speziellen Typ wie ihn gewöhnt, einen der es gewohnt ist, Rekorde zu brechen", erklärte Irving. Doch der 28-Jährige erwartet noch viel mehr: "Ich kann es kaum erwarten, neben ihm genannt zu werden - mein Name in den Annalen der Nets. Und alle Jungs in unserem Team werden als Mannschaft Rekorde brechen. Und dann entwickeln wir uns individuell zu einigen der Besten, die jemals gespielt."

Auf individueller Ebene hat sich vor allem Harden umgestellt. War er vergangene Saison mit über 33 Punkten pro Partie noch der beste Scorer der Liga, legt er den Fokus seines Spiels seit dem Wechsel zu den Nets auf andere Qualitäten.

Seine Fähigkeiten, das Spiel zu lenken, den Ball zu verteilen, kommen nun wieder viel mehr zur Geltung.

Harden bester Assist-Geber der NBA

Beendete Harden die Hauptrunde Saison 2019/20 noch mit 7,5 Assists pro Spiel, steht er nun bei beeindruckenden 11,1. Damit führt er die Liga in dieser Statistik an. Darüber hinaus spielt er nun laut Daten von Secound Spectrum wieder signifikant mehr Pick and Roll.

"Sein Playmaking ist offensichtlich, das wusste ich. Das hat mich also nicht überrascht. Ich wusste aber nicht, wie er sich verhält. Wie er als Anführer auftritt und sich professionell verhält, wie er ein toller Teamkollege ist, das sticht für mich wirklich heraus", unterstreicht Headcoach Nash noch weitere Stärken seines Point Guards.

"Ich bekomme jetzt einfach nur Anerkennung dafür. Das war früher nicht der Fall. Ich bin derselbe Anführer, dieselbe Person. Ich habe mich nicht verändert, nicht im Geringsten", sagt der 31 Jahre alte Harden selbst - ohne sich einen Seitenhieb auf seine Rockets-Vergangenheit verkneifen zu können.

Defense (noch) das Problem der Brooklyn Nets

Wo Harden, Irving und Co. jedoch am Ende der Saison hinwollen, ist das Finale, am besten gekrönt mit dem Titel. Doch dafür benötigt es noch einen entscheidenden Baustein im Spiel der Nets: Die Defense muss besser werden.

Mit 116,1 Punkten pro Spiel lässt Brooklyn die fünftmeisten Zähler der gesamten Liga zu. In der Eastern Conference sind die Nets damit sogar das zweitschlechteste Team. (Spielplan der NBA-Saison 2020/21)

"Wir hören all das Gerede darüber, dass wir kein sehr gutes Defensivteam wären", stellte Harden zuletzt fest und schob hinterher: "Wir nehmen das auf und werden einen Weg finden, um uns zu verbessern."

Sollte den Nets auch das gelingen, darf man von ihnen noch viel erwarten. Denn von befürchteten Unstimmigkeiten im Team, die angesichts dreier starker Egos den Erfolg hätten gefährden können, ist auch wenig zu spüren.