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Tausende Meta-Mitarbeiter meldeten sich einen Tag vor Massenentlassungen bei Blind an, um anonym über Probleme zu diskutieren

Bevor Meta ankündigte, 11.000 Jobs zu streichen, fluteten Mitarbeiter die App Blind, auf der sie zum Teil ihren Frust abließen. (Archivbild) - Copyright: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Adrien Fillon
Bevor Meta ankündigte, 11.000 Jobs zu streichen, fluteten Mitarbeiter die App Blind, auf der sie zum Teil ihren Frust abließen. (Archivbild) - Copyright: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Adrien Fillon

Blind ist eine App, auf der verifizierte Mitarbeiter ein anonymes Forum haben, um über Probleme im eigenen Unternehmen zu diskutieren. Am Tag vor den Massenentlassungen beim Facebook-Konzern Meta traten Tausende Mitarbeiter dem Netzwerk bei, sagt der Mitbegründer des Netzwerks, Kyum Kim. Genau sollen es fast 3000 Mitarbeiter gewesen sein.

Insgesamt sind auf Blind 64.000 Meta-Mitarbeiter angemeldet. Das sind Dreiviertel der gesamten Belegschaft. Allein in den vergangenen zwei Wochen sollen mehr als 7000 Meta-Mitarbeiter dazugekommen sein. „Ich fand das ziemlich überwältigend“, so Kim und weiter: „Wir haben in den letzten Tagen definitiv eine viel stärkere Nutzung festgestellt.“

Auf Blind können Mitarbeiter nur eine Bewertung für ein Unternehmen abgeben, für das sie arbeiten. Die Plattform prüft den beruflichen Status ihrer Nutzer, indem sie von ihnen verlangt, bei der Anmeldung ihre berufliche E-Mail-Adresse, ihre Berufsbezeichnung und ihren Arbeitgeber anzugeben.

44 Bewertungen – viele negativ, einige auch positiv

Am 9. und 10. November wurden 44 Bewertungen von Meta-Mitarbeitern auf Blind gepostet, wobei viele die Gelegenheit nutzten, um Zuckerberg anzugreifen. Einige Bewertungen waren jedoch auch positiv.

Blind-Mitbegründer Kim sagt in einem Interview mit Insider, dass sich die Diskussion bei Entlassungen "natürlich" auf die öffentlichen Kanäle der Website übertrage, da die Menschen nach neuen Möglichkeiten suchen und das Angebot auf dem Arbeitsmarkt prüften.

„Selbst wenn man nicht entlassen wurde, sind viele Leute jetzt mehr daran interessiert, einen neuen Job zu finden, weil sie merken, dass die Technik nicht mehr sicher ist“, sagt er. „Das Vertrauen in die Unternehmen ist derzeit so niedrig wie nie zuvor.“

Laut Kim nehmen auch Führungskräfte an den Diskussionen auf Blind teil, da dort zum Teil „sehr anspruchsvolle Diskussionen“ stattfänden. Gleichzeitig teilen auf LinkedIn viele Menschen mit, dass sie fast froh seien, entlassen worden zu sein. Für jeden dieser Beiträge gebe es allerdings Hunderte, die zeigten, wie hart und stressig die Entlassungen seien.

Laut Kim ermöglicht das anonyme Format von Blind Mitarbeitern, sich frei zu äußern, ohne Angst vor Vergeltungsmaßnahmen zu haben. „Mir persönlich tun die Leute, die entlassen wurden, sehr leid“, sagt Kim. „Ich kann mir gar nicht vorstellen, was sie gerade durchmachen müssen.“

Blind wurde 2013 in Südkorea gegründet und wurde zwei Jahre später in den USA verfügbar. Laut seinem App-Store-Profil hat es mehr als sieben Millionen verifizierte Nutzer in über 300.000 Unternehmen.

Auf die Anfrage von Business Insider nach einem Kommentar reagierte Meta vorerst nicht.

Dieser Text wurde aus dem Englischen von Lisa Dittrich übersetzt. Das Original findet ihr hier.