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"Tatort: Erbarmen. zu spät": Wie ist der neue Frankfurt-Krimi?

Eine der kunstvoll kreierten Szenen im "Tatort: Erbarmen. zu spät". (Bild: HR/U5 Filmproduktion)
Eine der kunstvoll kreierten Szenen im "Tatort: Erbarmen. zu spät". (Bild: HR/U5 Filmproduktion)

Der "Tatort: Erbarmen. zu spät" (10. September, 20:15 Uhr, das Erste) ist wohl die dunkelste Episode der Kultkrimireihe aller Zeiten. Erst nach mehr als eineinviertel Stunden erhellt das Morgengrauen die Szenerie - wobei der Wortteil Grauen ziemlich gut zutrifft.

Darum geht's in "Tatort: Erbarmen. zu spät"

Der Polizist Simon Laby (Sebastian Klein, 51) wird vermisst. Sein angetrunkener und verstört wirkender Kollege, Anton Schilling (Niels Bormann, 50), behauptet, dass er erschossen und am Waldrand vergraben wurde. Er gilt als verdächtig, will es aber nicht gewesen sein. Kommissar Brix (Wolfram Koch, 61) und weitere Polizeibeamte suchen im Dunkel der Nacht mit ihm die Stelle, an der sich das Grab befinden soll. Doch die Suche verläuft schwierig, denn Schilling kann sich kaum erinnern.

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An anderer Stelle werden die Beamten um Kommissarin Janneke (Margarita Broich, 63) dafür fündig: In Labys Waldhaus entdecken sie große Mengen an Essensvorräten, Waffen, Munition und ein falsches Polizeiauto. Nun bekommt der Fall eine neue Dimension. Als mit Radomski (Godehard Giese, 50) der Namen eines früheren Kollegen und Freundes von Brix ins Spiel gebracht wird, kann oder will er das zuerst nicht glauben ...

Lohnt sich das Einschalten?

Ja, der Krimi ist spannend, thematisch relevant und gut gespielt. Von den Ermittlern her betrachtet, steht diesmal Wolfram Koch als Brix klar im Mittelpunkt, doch Margarita Broich scheint ihm als Janneke die paar Bälle gerne zuzuspielen.

Besonders interessant macht diesen Film, dass er - sogar für den experimentierfreudigen Sonntagskrimi - mit ungewöhnlichen filmsprachlichen Ausdrucksmitteln inszeniert wurde. Denn eigentlich spielt fast alles im Dunkeln. Sätze wie "Wo sind die Kollegen mit den Lampen?" sprechen dem Zuschauer da anfangs durchaus aus der Seele. Doch nach und nach wird klar, dass es pure und künstlerisch-ästhetische Absicht ist. Denn Scheinwerfer, Laternenlichter, ein ominöses rotes Licht im Wald und das fahle Licht des Morgengrauens erhellen die atmosphärische Szenerie in den entscheidenden Momenten. Einzig das Regen-Finale lässt einen dann vielleicht doch etwas ratlos zurück - aber Schwamm drüber, die Frage nach der Dunkelziffer bleibt.

"Erbarmen. zu spät" - der Titel des Hessen-"Tatorts" ist im Übrigen angelehnt an den Hit "Die Hesse komme!" (1984) der 1977 gegründeten Deutsch-Rockband Rodgau Monotones, die sich nach der hessischen Stadt Rodgau benannt haben. Der Song wird auch im Film verwendet.