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Tarifverhandlungen für Landesbeschäftigte beginnen in Berlin

Berlin (dapd). Kurz vor Beginn der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder hat die Gewerkschaft ver.di die Forderung von 6,5 Prozent mehr Gehalt bekräftigt. Verdi-Chef Frank Bsirske sagte, es sei Zeit, das Gehaltsgefüge an das der Städte und Gemeinden anzupassen. Die Attraktivität des Arbeitgebers Land dürfe nicht zurückfallen, sagte er am Donnerstag im Bayrischen Rundfunk. Er gehe davon aus, dass die unterschiedlichen Positionen von Arbeitgebern und Gewerkschaften in Einklang gebracht werden können. Großen Wert legt Bsirske auf die Angleichung der Gehälter in Ost und West.

Achim Meerkamp, einer der Verhandlungsführer der Gewerkschaften, sagte der SPD-Parteizeitung "Vorwärts": "Wenn sich die Arbeitgeber nicht bewegen, sind die Landesbeschäftigten bereit, für ihre Forderungen auch zu streiken." Meerkamp stellte klar: "Wir haben uns auf alle Eventualitäten eingestellt. Es hängt nun vor allem von den Arbeitgebern ab, wie die Tarifverhandlungen ablaufen werden."

Die Länder wiesen die Forderungen der Gewerkschaften zurück. Diese könnten angesichts der Haushalte der Länder niemandem vermittelt werden, sagte ihr Verhandlungsführer, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe).

Die erste Runde der Verhandlungen für die rund 800.000 Beschäftigten sollte am späten Vormittag in der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen in Berlin beginnen.

dapd