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Take-Two in der KGV-Falle? Trotz Zynga bleibt das Unternehmen profitabel

Take-Two (WKN: 914508) hat inzwischen die Übernahme von Zynga abgeschlossen. Der Anbieter, der vorrangig Spiele für Smartphones herstellt, wurde im jüngsten Quartal erstmals teilweise in die Zahlen von Take-Two einbezogen. Dadurch sind die Umsätze im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023 auf über 1 Mrd. US-Dollar gesprungen. Organisch ist Take-Two im Vergleich zum Vorjahr nur um 3 % gewachsen.

Es gibt klare Vorteile der Akquisition von Zynga. Der Anteil der wiederkehrenden Verbraucherausgaben an den Nettobuchungen bemisst Take-Two inzwischen auf 73 %. Im ersten Quartal 2022 waren es noch 4 % weniger. Durch den Zusammenschluss der eigenen Mobile-Sparte mit Zynga konnte Take-Two im abgelaufenen Quartal 37 % der Nettobuchungen mit Mobile-Titeln erzielen. Im Vorjahr waren es nur 13 %.

Die Auswirkungen auf die Bottom Line

Top Line hat sich der Zusammenschluss also durchaus gelohnt. Zumal Zynga auch noch eine Adtech-Plattform mitbringt, die erhebliches Potenzial für die Skalierung in andere Segmente von Take-Two mitbringt. Die Werbeeinnahmen konnten sich auch dem Branchentrend entziehen und sind im Vergleich zum letzten Jahr deutlich gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bruttomarge sogar um einen Prozentpunkt gestiegen und liegt bei einem sehr starken Wert von 60,5 %.

Zwei Faktoren belasten die Bruttomarge. 97,4 Mio. US-Dollar stammen nämlich aus der Abschreibung auf erworbene immaterielle Vermögenswerte durch die Zynga-Akquisation. Diese mindern zwar zukünftig das Ergebnis, belasten aber nicht den Cashflow des Unternehmens. Darüber hinaus schrieb Take-Two weitere 20 Mio. US-Dollar für ein neues Spiel ab, das sich noch in der Entwicklung befand und nicht angekündigt worden war.

Problematischer ist dagegen die Explosion der operativen Kosten. Sie sind von 38,5 % im Vorjahr auf 63,9 % im letzten Quartal gestiegen. Besonders belastet haben dabei die Kosten für die Unternehmensübernahme in Höhe von 165 Mio. US-Dollar. Für das Gesamtjahr rechnet Take-Two mit einem Anteil der operativen Kosten am Umsatz in Höhe von 58,0 bis 58,5 %.

Wie Take-Two weiter sparen möchte

Innerhalb von zwei Jahren nach dem Abschluss der Transaktion möchte das Management von Take-Two jährliche Kostensynergien in Höhe von 100 Mio. US-Dollar realisieren. Innerhalb der ersten zwölf Monate nach Abschluss der Übernahme soll die Hälfte der Einsparungen erzielt werden. Ansetzen möchte das Management bei der Reduzierung der doppelten Gemeinkosten, Konsolidierung der Systeme, Rationalisierung des Immobilienbestands und der Nutzung der Marketingfunktionen von Zynga für alle mobilen Titel.

Take-Two wird durch die Übernahme von Zynga ein Albtraum für Investoren, die nur auf das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) schauen. Viele Aufwendungen führen nämlich nicht zu Auszahlungen. Für das Gesamtjahr rechnet Take-Two mit einem Nettoverlust zwischen 438 und 398 Mio. US-Dollar. Der operative Cashflow soll allerdings über 700 Mio. US-Dollar betragen. Das Geschäft ist grundsätzlich wenig kapitalintensiv. In meinen Augen sehen viele Investoren das Unternehmen deswegen zu pessimistisch.

Der Artikel Take-Two in der KGV-Falle? Trotz Zynga bleibt das Unternehmen profitabel ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Florian besitzt Aktien von Take-Two. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Take-Two Interactive und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2023 $115 Call auf Take-Two Interactive.

Motley Fool Deutschland 2022