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Täglicher Putzplan sorgt für Diskussionen

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Jeden Tag Wäsche waschen, Möbel polieren, Boden wischen und mehr – eine Facebook-Nutzerin hat ihren Putzplan gepostet. Und der hat es in sich.

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Täglicher Putzplan sorgt für Diskussionen. (Bild: Getty Images)

Ein schönes, sauberes Zuhause mit Ordnung in allen Ecken, Schränken und Schubladen – das hätte wohl fast jeder gern. Allerdings hapert es oft an der Umsetzung. Nach einem 8-Stunden-Tag im Job fehlt meist die Lust, zu Hause noch einmal den Putzeimer und Staubsauger rauszuholen.

Dann bleibt nur der arbeitsfreie Samstag, um die häuslichen Pflichten zu erledigen. Nicht so bei der Facebook-Nutzerin Nicky W. Sie hat nämlich einen strengen Putzplan für ein „sauberes und glückliches Zuhause“. Und auf dem sind für den Samstag andere Dinge vorgesehen.

Aber der Reihe nach: Nickys Putzplan beschreibt von Montag bis Samstag penibel, was zu tun ist, so dass die Bude blitzt und blinkt. Damit das klappt, arbeitet sich die Dame von Raum zu Raum und folgt akkurat der Reihenfolge auf der Liste.

Montag: Schlafzimmer

Los geht’s am Montag mit dem Schlafzimmer. Zuerst wird die Bettwäsche gewechselt, dann werden die Möbel von Staub befreit und anschließend poliert, die Spiegel gereinigt, der Deckenventilator gesäubert und der Boden gesaugt. 10 Minuten sind laut Plan dafür vorgesehen, unnütze Dinge aus dem Schlafzimmer zu entfernen. Dann nur noch ab mit der Bettwäsche in die Waschmaschine und schon ist der Montag geschafft.

Dienstag: Bad

Dienstag heißt es im Badezimmer Wasser marsch. „Säubere die Dusche und die Toilette, das Waschbecken, den Waschtisch und die Armaturen, putze den Spiegel, sauge und wische den Boden, fülle die Hygieneartikel auf, wechsle die Handtücher“, lauten die klaren Anweisungen auf dem Plan. Abschließend noch der tägliche Gang zur Waschmaschine, schmutzige Handtücher rein – geschafft!

Mittwoch: Küche

In der Küche geht es mittwochs damit los, den Kühlschrank sauber zu machen, danach Küchenschränke, Tisch und Stühle reinigen, Boden wischen, Müll rausbringen. In die Waschmaschine darf heute die helle Wäsche.

Donnerstag: Wohnzimmer

Planmäßig geht es am Donnerstag im Wohnzimmer weiter: Möbel entstauben und polieren, Fernseher reinigen, Möbelstoffe mit Textilerfrischer einsprühen, Boden saugen und wischen, 10 Minuten lang entrümpeln, Waschmaschine mit dunkler Wäsche füttern.

Freitag: im Wechsel

Freitags steht kein bestimmtes Zimmer auf dem Plan, sondern es soll in vier aufeinanderfolgenden Wochen jeweils eine dieser Aufgaben ausgeführt werden: Alle Haushaltsgeräte reinigen, Küchenschränke reinigen, Fenster putzen und Gardinen waschen, Wände und Fußleisten abwischen. Nur eins bleibt freitags immer gleich: In die Waschmaschine kommt die weiße Wäsche.

Samstag: Raus an die Luft

Kommen wir zum eingangs erwähnten Samstag. An dem Tag, an dem sich die meisten abmühen, wenigstens das Nötigste in der Wohnung auf die Reihe zu kriegen, ist Nickys Wohnung bereits glänzend rein.

Für sie geht es deshalb an die frische Luft. Aber nicht etwa um spazieren zu gehen. Ihre Aufgaben sind wieder glasklar definiert: Auto saubermachen, Garage aufräumen, Außentreppen putzen, Gartenarbeit und schließlich noch die übriggebliebene Wäsche waschen.

Immerhin: Am Sonntag gibt es laut Plan keine Arbeit.

Reaktionen der Facebook-Nutzer

Genialer Plan oder total absurd? Mehrere hundert Facebook-Nutzer haben den Beitrag von Nicky kommentiert. Manche lieben die Idee dieses Plans, andere reagierten mit spöttischen oder gar entsetzten Kommentaren: „Das ist nicht realistisch für die von uns, die 12 Stunden arbeiten gehen“, schreibt jemand. Eine Nutzerin hält dagegen: „Das ist gerade toll, wenn Sie arbeiten gehen. Ich richte mich nach einer ähnlichen Routine und verbringe ungefähr 30 Minuten am Tag damit, das Haus in Ordnung zu halten.“

Andere geben zu bedenken: „Danke fürs Teilen, aber das ist nicht möglich als Alleinerziehende mit vier Kids.“

„Das klingt wie aus den 50-er Jahren“, meint einer. „Das ist urkomisch! Ich werde es an meine Ganztages-Haushaltshilfe weitergeben“, spottet ein anderer.

Manche Nutzer sehen jedoch Sinn in der Putzroutine und wollen es einfach mal ausprobieren – auch weil sich das während des Lockdowns gerade anbietet.

So oder so – einen Blick ist dieser Plan auf jeden Fall wert. Oder was meinen Sie?

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