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Türkischer Notenbankchef dämpft Spekulationen auf Zinssenkung

·Lesedauer: 1 Min.

ANKARA (dpa-AFX) - Der Präsident der türkischen Notenbank, Sahap Kavcioglu, hat Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung der Zentralbank gedämpft. Erwartungen an eine frühe Lockerung der Geldpolitik, die nicht gerechtfertigt seien, müssten verschwinden, ließ Kavcioglu am Mittwoch während einer Konferenz vor Investoren verlauten. Die Aussagen sind auch in einer entsprechenden Präsentation auf der Internetseite der Notenbank zu finden.

Die Äußerungen folgen auf Bemerkungen von Präsident Recep Tayyip Erdogan, der wenige Stunden zuvor eine baldige Zinssenkung ins Spiel gebracht hatte. Am späten Dienstagabend hatte Erdogan dem staatlichen Fernsehsender TRT gesagt, dass er mit dem Notenbankchef gesprochen habe und dass eine Zinssenkung "eine Notwendigkeit" sei. Als möglichen Zeitpunkt nannte Erdogan die Sommermonate Juli und August.

Zuvor hatte Erdogan bereits mehrfach die Ansicht vertreten, dass man die hohe Inflation im Land mit sinkenden Zinsen bekämpfen solle. Dies widerspricht ökonomischen Grundsätzen. Erst im März hatte Erdogan zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate den Chef der Zentralbank ausgetauscht. Kavcioglu, ehemaliger Abgeordneter von Erdogans Regierungspartei AKP, wurde Nachfolger des geschassten Naci Agbal.

Nicht zuletzt der Wechsel an der Führungsspitze der Notenbank hat das Vertrauen der Finanzmärkte in die Geldpolitik des Landes nachhaltig erschüttert sowie die Hoffnung auf eine konsequente Inflationsbekämpfung zerschlagen.

In der Nacht zum Mittwoch fiel der Kurs der türkischen Lira zum US-Dollar und zum Euro jeweils auf ein Rekordtief. Zeitweise wurde für einen Dollar bis zu 8,80 Lira gezahlt und damit so viel wie noch nie. Seit dem Morgen konnte sich der Kurs leicht erholen. Er lag am Nachmittag bei 8,60 Lira für einen Dollar. Die jüngsten Aussagen des amtierenden türkischen Notenbankchefs zeigten allerdings vorerst keine Wirkung auf den Kurs.

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