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Türkische Inflationsrate steigt klar über 20 Prozent

·Lesedauer: 2 Min.

Ankara (dpa) - In der Türkei ist die Inflationsrate deutlich über die Marke von 20 Prozent geklettert. Mit dem vierten Anstieg in Folge erreichte die Teuerungsrate im November 21,3 Prozent, wie das türkische Statistikamt in Ankara mitteilte.

Zuletzt hatte die Inflationsrate Anfang 2019 über der Marke von 20 Prozent gelegen. Analysten wurden von der Stärke der Teuerung im November überrascht. Im Vormonat hatte die Inflationsrate 19,9 Prozent betragen. Die Opposition und unabhängige Beobachter zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Zahlen. Sie gehen von einer wesentlich höheren Inflation aus.

Getrieben wurde der Anstieg der Kosten für die Lebenshaltung vor allem durch höhere Preise für Lebensmittel. Diese waren im November in der Türkei etwa 27 Prozent teurer als vor einem Jahr. Die Erzeugerpreise legten im November sogar um 54,6 Prozent zu. Die Preise, die Produzenten für ihre Waren verlangen, dürften mit einiger Verzögerung zumindest teilweise auf die allgemeinen Verbraucherpreise durchschlagen.

Der türkische Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu zog am Freitag vor das Gebäude der Statistikbehörde und warf der Einrichtung vor, die Zahlen zu manipulieren: «Ihr macht die Zahlen kleiner!», sagte er. Die Zahlen seien nicht vertrauenswürdig und die Behörde zu einer «Palast-Einrichtung» geworden. Unabhängige Beobachter wie die Enagrup etwa schätzen die Inflation deutlich höher, im November etwa auf über 58 Prozent.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte sich in den vergangenen Monaten immer wieder in die Geldpolitik der Notenbank eingemischt. Entgegen gängiger Expertenmeinung vertritt Erdogan die Ansicht, hohe Zinsen förderten die Inflation. Viele Notenbanker, die sich mehr oder weniger gegen Erdogans Ansichten stellten, mussten bereits ihren Hut nehmen. Erst jüngst hatte die türkische Zentralbank die Leitzinsen auf 15 Prozent gesenkt - entgegen der Praxis, einer hohen Inflation mit einer Anhebung des Leitzinses zu begegnen.

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