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Der Türkei-Tourismus kommt wieder in Schwung – Doch das Vor-Corona-Niveau ist nicht zu erreichen

·Lesedauer: 3 Min.
Die Türkei hat Kampagnen für sicheren Tourismus gestartet um sicheren Urlaub u.a. am Stand von Antalya zu ermöglichen.
Die Türkei hat Kampagnen für sicheren Tourismus gestartet um sicheren Urlaub u.a. am Stand von Antalya zu ermöglichen.

Wie wichtig Tourismus für die Türkei ist, zeigte auch der Versuch der Regierung ausländische Touristen zu werben mit dem Versprechen, dass Beschäftigte in Hotels und Restaurants vollständig geimpft seien. Die Kampagne erntete massive Kritik. Denn während die türkische Regierung alles tat, um an den Tourismus-Standorten möglichst sichere Bedingungen für Urlauber zu schaffen, galten für Bürger strenge Ausgangssperren. Der Tourismus macht 4,9 Prozent des Bruttoinlandproduktes aus, die Türkei ist also weiterhin bemüht mit Hygienemaßnahmen und attraktiven Preisen Urlauber in das Land zu holen. Nach den drastischen Verlusten aus dem Corona-Jahr 2020 macht nun die Sommersaison 2021 Hoffnung.

Nach Angaben des Ministeriums für Tourismus ist zumindest im beliebten Urlaubsziel Antalya die Zahl der Touristen um 256 Prozent zum Vorjahr gestiegen. In der ersten Juliwoche letzten Jahres kamen laut Angaben der Behörden 41.428 Touristen nach Antalya. Im gleichen Zeitraum dieses Jahr stieg die Zahl der Touristen auf das zehnfache an. Spitzenreiter sind dabei Urlauber aus Russland, gefolgt von den Deutschen.

TUI profitiert vom Türkei-Tourismus

Das deutsche Reiseunternehmen TUI profitiert von diesem Aufwärtstrend. „Die Nachfrage Richtung Antalya und die Ägäis ist deutlich angezogen und liegt über den Werten von 2020", sagt ein Sprecher von TUI. Antalya ist unter den Top drei Urlaubsziele im TUI-Sommerprogramm. TUI musste hier die Bettenkapazitäten erhöhen „In der Region Antalya sind jetzt bereits 1.000 Hotels aus dem TUI-Programm wieder buchbar. Auch zum Neustart an der türkischen Ägäis haben bis Anfang Juli rund 100 Hotels aus dem TUI-Programm wieder geöffnet“, sagt ein Unternehmenssprecher.

Den Aufschwung in der Türkei erklärt TUI auch damit, dass viele Fernreiseziele nur eingeschränkt zur Verfügung stehen und einige Länder in Nordafrika gar nicht bereist werden können. Außerdem biete die Türkei ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und überzeugende Sicherheitsmaßnahmen.

Die Einrichtungen müssen sich an zahlreiche Richtlinien halten. An den Stränden etwa gilt ein Sicherheitsabstand, am Pool gibt es nur abgepackte Handtücher und in Flughäfen und Hotels werden Wärmebildkameras eingesetzt. Die Regierung hat seit dem vergangenen Jahr ein Zertifizierungsprogramm entwickelt, an dem sich Gastronomen und Hotels beteiligen können. Auch deutsche Firmen wie der TÜV Süd stellen Inspektoren in den Urlaubsregionen.

Trotz der Euphorie wird auch diese Saison eher schwach

Trotz der Euphorie, die in der Regierung herrscht, wird das Tourismusjahr nicht auf das Vor-Corona-Niveau von 2019 kommen. Das Tourismusministerium in Ankara sieht zwar eine Verdopplung zu 2020, aber die Zahl der Urlauber lag in Vorjahr bei unter 30 Millionen. Der Deutsche Reiseverband hält es für unrealistisch, dass man die Touristenzahlen von 2019 erreichen kann. Aktuell liegt die Zahl der Buchungen für einen Sommerurlaub im Ausland bei 25 bis 30 Prozent, sagt eine Sprecherin vom Deutschen Reiseverband. „Das zeigt, dass auch dieses Jahr aufgrund der Corona-Lage die Deutschen eher heimischen Urlaub machen werden. Für diejenigen, die ins Ausland reisen, ist neben Spanien und Griechenland die Türkei unter den beliebtesten Urlaubszielen“, so eine Sprecherin vom Deutscher Reiseverband zu Business Insider.

Das muss man bei der Türkei-Reise beachten

Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Restaurants und Cafés sind geöffnet, außerdem sind seit dem 1. Juli die seit Monaten geltende Ausgangsbeschränkungen vollständig aufgehoben. Touristen waren von denen jedoch ohnehin ausgenommen. In der Öffentlichkeit gilt es weiterhin die Maskenpflicht.

Nach offiziellen Angaben geht die Zahl der Neuinfektionen im Land weiter zurück. Mitte April lag sie noch bei über 60.000 am Tag, nun sind die täglichen Neuinfektionen auf ca. 6000 Fälle gesunken. Die Türkei gilt als Risikogebiet: Bei der Rückreise nach Deutschland muss entweder ein negativer Corona-Test, der Nachweis über eine Genesung oder eine vollständige Impfung vorgelegt werden.

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