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Türkei und Griechenland sind zu Gesprächen bereit

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Die Annäherung im Streit über Erdgasvorkommen kommt durch Vermittlung von Kanzlerin Angela Merkel und EU-Ratspräsident Charles Michel zustande.

Die Türkei und Griechenland haben sich im Streit um Hoheitsgebiete im östlichen Mittelmeer bereiterklärt, nach vier Jahren die Gespräche wieder aufzunehmen. Dies erklärte das türkische Präsidialamt nach einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Ratspräsident Charles Michel.

Dem griechischen Außenministerium zufolge sollten sie in naher Zukunft starten. Ein hochrangiger Vertreter der Türkei erklärte, die Gespräche könnten Ende des Monats beginnen.

Bilaterale Sondierungsgespräche dieser Art gibt es zwischen den beiden Nachbarländern seit 1999, allerdings immer wieder mit Unterbrechungen. Der Dialog fand zuletzt 2016 statt. Die neue Runde werde die 61. sein, teilte Athen mit.

Im östlichen Mittelmeer war in den vergangenen Monaten der Streit zwischen Griechenland und der Türkei sowie zwischen der Türkei und Zypern wegen Erdgas eskaliert. Griechenland bezichtigt die Türkei, vor griechischen Inseln illegal Erdgasvorkommen zu erkunden. Die Regierung in Ankara weist die Vorwürfe zurück und vertritt den Standpunkt, dass die Gewässer dem Internationalen Seerecht zufolge zum türkischen Festlandsockel gehören.