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Am Vorabend des NATO-Gipfels: Türkei macht Weg für Norderweiterung frei - Bankett im Königspalast

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat eingelenkt und den Weg für einen NATO-Beitritt von Finnland und Schweden freigemacht. Zuvor hatten die Spitzen der drei Staaten sowie NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg in einem gemeinsamen Gespräch eine Einigung gefunden.

„Volle Unterstützung gegen Sicherheitsbedrohungen des jeweils anderen"

„Unsere Einigung besagt, dass sich Finnland, Schweden und die Türkei verpflichten, einander die volle Unterstützung gegen Sicherheitsbedrohungen des jeweils anderen zu leisten. Wenn wir NATO-Verbündete werden, wird dieses Engagement weiter verstärkt", heißt es in einer Erklärung des Büros des finnischen Präsidenten Sauli Niinistö.

Zuvor hatten die Spitzen der drei Staaten sowie NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg in einem gemeinsamen Gespräch eine Einigung gefunden.

Vereinbarung unterzeichnet

Stoltenberg sagte: „Die Türkei, Finnland und Schweden haben eine Vereinbarung unterzeichnet, in der die türkischen Bedenken zur Sprache kommen, darunter auch Waffenlieferungen und der Kampf gegen Terrorismus. Kein verbündeter Staat hat mehr grausame Terrorangriffe erlitten als die Türkei, auch seitens der terroristischen Vereinigung PKK."

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte Finnland und Schweden vorgeworfen, „Gasthäuser" des Terrorismus zu sein und insbesondere ihren Umgang mit den kurdischen Gruppierungen PKK und YPG kritisiert. Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hatte betonte, beide Staaten müssten Sicherheitsgarantien vorlegen und ihr Ausfuhrverbot für einige militärische Güter in die Türkei aufheben.

Bankett im Königspalast

Das spanische Königspaar lud am Vorabend des NATO-Gipfeltreffens in Madrid zu einem Festbankett. Neben den Delegationen der 30 Mitgliedsstaaten nehmen an dem zweitägigen Spitzentreffen des Militärbündnisses in der spanischen Hauptstadt auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel sowie die Abordnungen von acht Gastländern teil.

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