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Türkei entsendet Gas-Forschungsschiff erneut ins östliche Mittelmeer

·Lesedauer: 1 Min.

Athen verurteilt die Entsendung der „Oruc Reis“ als Eskalation und Bedrohung für den Frieden in der Region. Vermitteln soll Bundesaußenminister Maas.

Vom heutigen Montag an werde das Schiff bis zum 20. Oktober seismische Untersuchungen unter anderem südlich der griechischen Insel Kastelorizo anstellen, teilte die türkische Marinebehörde mit. Foto: dpa
Vom heutigen Montag an werde das Schiff bis zum 20. Oktober seismische Untersuchungen unter anderem südlich der griechischen Insel Kastelorizo anstellen, teilte die türkische Marinebehörde mit. Foto: dpa

Die griechische Regierung sieht in der erneuten Entsendung des türkischen Forschungsschiffes „Oruc Reis“ ins östlichen Mittelmeer eine „große Eskalation und eine direkte Bedrohung für Frieden und Sicherheit in der Region“. Das teilte das griechische Außenministerium am Montag mit. Man fordere die Türkei auf, ihre Entscheidung unverzüglich rückgängig zu machen und die „illegale Aktion“ sofort zu beenden. Griechenland lasse sich nicht erpressen. Der türkische Energieminister Fatih Donmez erklärte hingegen per Twitter: „Wir werden weiter Erkundungen machen, graben und unsere Rechte wahrnehmen.“

Die türkische Marinebehörde hatte am Montag mitgeteilt, die „Oruc Reis“ werde von Montag an bis zum 20. Oktober seismische Untersuchungen unter anderem südlich der griechischen Insel Kastelorizo anstellen. Erst Mitte September hatte die Türkei das Schiff abgezogen, ein Schritt, der als Zeichen der Entspannung gewertet worden war.

Die Aktion zeige die Unzuverlässigkeit der Türkei und belege, dass Ankara in Wirklichkeit keinen Dialog wolle, teilte das griechische Außenministerium mit. Eigentlich hatten die Länder nach einer Vermittlung Berlins vereinbart, demnächst einen Termin für gemeinsame Sondierungsgespräche festzulegen, um das Problem anzugehen. Einen weiteren Vermittlungsversuch soll es diese Woche geben, wenn der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) Athen, Ankara und auch Nikosia besucht.

Mehr: Lesen Sie hier, warum Erdogan einen Freifahrtschein von der EU bekommt. Ein Kommentar.