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Warum Lebensmitteleinzelhändler wie Aldi und Co. immer weniger Filialen haben, aber mehr Umsatz machen

·Lesedauer: 2 Min.

Im gesamten deutschen Einzelhandel gibt es immer weniger Filialen. Das zeigt eine aktuelle Studie des EHI Retail Institutes aus Köln. Laut den Handelsexperten zeigen langjährige Beobachtungen, dass die Anzahl der Verkaufsstellen des gesamten Handels rückläufig ist – und das nicht erst seit Corona. Auch die Zahl der Lebensmittelgeschäfte sinkt kontinuierlich. Im Jahr 2010 gab es hierzulande noch 39.288 Lebensmittelgeschäfte, im Januar 2021 waren es nur noch 31.000, das zeigt die jährliche Erhebung des EHI im deutschen Lebensmittelhandel. Allein im Vergleich zu 2018 (57.440) ist die Filialzahl um 3,6 Prozent geschrumpft.

Gleichzeitig ist der Umsatz jedoch im selben Ausmaß, ebenfalls um 3,6 Prozent, auf mehr als 180 Milliarden Euro gewachsen. Insgesamt erzielten die Top 1.000 Händler einen Netto-Umsatz von über 300 Mrd. Euro und damit fast 60 Prozent aller Einzelhandelserlöse (577,4 Mrd. Euro). Die Studienautoren schreiben: "Rückläufige Flächen bei wachsenden Umsätzen sprechen für eine gesunde Flächenproduktivität des Lebensmittelhandels." So konnten alle führenden Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland allein von 2019 auf 2020 ihre Flächenproduktivität erhöhen, also mehr Umsatz pro Quadratmeter Verkaufsfläche erzielen. Die Discount-Kette Lidl zählt auf dem deutschen Lebensmittelmarkt zur Vertriebslinie mit der höchsten Flächenproduktivität. Pro Quadratmeter Verkaufsfläche erwirtschaftete Lidl im Jahr 2020 rund 9.570 Euro – rund 29 Prozent mehr als noch 2019.

Viele Händler optimieren ihre Filialnetze

Diese Entwicklungen seien laut den Studienautoren darauf zurückzuführen, dass Händler zwar in den vergangenen Jahren stark expandiert hätten, derzeit aber eine Optimierung des Filialnetzes stattfindet. Die Wirtschaftlichkeit der Filialen werde geprüft, unprofitable würden zunehmend geschlossen oder umgebaut. Und zwar erfolgreich, wie die EHI-Experten konstatieren.

Dies lässt sich gut am Beispiel Aldi Nords zeigen: In den vergangenen fünf Jahren hat Aldi Nord sein Filialnetz stetig, inzwischen um rund 300 Standorte, verkleinert. Geschlossen wurden zum einen Standorte, die unwirtschaftlich waren. Neue Standorte ersetzten mancherorts auch gleich zwei frühere Filialen. Viele Filialen wurden in einem Sanierungs-Programm mit dem Code-Namen "Aniko" seit 2017 modernisiert und umstrukturiert. Dies führte zum Erfolg: Seit 2020 schreibt Aldi Nord wieder schwarze Zahlen, zuvor hatte der Discounter einige Jahre geschwächelt. Der Discounter sagte dazu, die Trendwende hinge aber nicht mit den pandemiebedingten Mehrumsätzen zusammen, sondern vielmehr mit einem optimierten Sortiment, besseren Prozessen und einem strikteren Kostenmanagement. Damit bestätigen die Aussagen des Discounters die Erkenntnisse der EHI-Studie.

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