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Der Super-Bowl-Indikator & warum Fools auch 2021 nicht auf ihn hören

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 2 Min.

Ist dir der Super-Bowl-Indikator ein Begriff? Falls nicht, wird er es vermutlich bald werden. Der US-amerikanische Super Bowl steht schließlich an und nicht nur im Sport ist das ein Highlight eines jeden Börsenjahres.

Einige findige Medien versuchen auch in diesem Jahr ein weiteres Mal das Schicksal der Börsen anhand des Teams abzuleiten, das den Super Bowl gewinnen wird. Das ist natürlich Quatsch mit Soße oder eine statistische Anomalie. Aber dazu gleich etwas mehr.

Hier ist jedenfalls, was der Super-Bowl-Indikator besagt und warum Foolishe Investoren vorsichtig sein sollten. Kleiner Hinweis: Eigentlich brauchst du solche Schlagzeilen gar nicht zu beachten.

Der Super-Bowl-Indikator und die Börse

Am ersten Wochenende im Februar ist es in jedem Jahr soweit. Wenn gängige Fastfood-Ketten wieder mit Hot Wings im Eimer werben, wissen wir: Der Super Bowl rückt in die Nähe. Sowie der Super-Bowl-Indikator, der Einfluss auf die Börsenentwicklung haben soll.

Grundsätzlich treffen im Super Bowl zwei Teams aufeinander: Eines aus der American Football Conference und eines aus der National Football Conference. Die Theorie des Super-Bowl-Indikators besagt, dass ein besseres Börsenjahr bevorsteht, wenn ein Team aus der American Football Conference (AFC) dieses Endspiel gewinnt. Wenn ein Team aus der National Football Conference (NFC) hingegen das Spiel gewinnt, könnte eine schwächere Börsenperiode bevorstehen.

Statistisch gibt es hier sogar gewisse Auffälligkeiten. In den 51 Begegnungen hat es bei einem Sieger der AFC wohl eine bessere Rendite gegeben, bei einem Sieg der NFC wohl eine negative Rendite. Trotzdem wissen Foolishe Investoren natürlich: Kausalzusammenhänge sind eigentlich kaum gegeben.

Was wir stattdessen tun können

Wenn wir solchen Indikatoren Glauben schenken wollen, können wir auch andere Faktoren würdigen: Beispielsweise, ob Aktien, die mit A anfangen, besser performen als welche, die mit V anfangen. Oder ob ein Handel an einem Montag lukrativer ist als an einem Freitag. Statistische Anomalien wird es vermutlich in allen Blickwinkeln geben. So eben auch beim Super-Bowl-Indikator.

Foolishe Investoren sollten dieses Börsenbarometer daher besser nicht überbewerten, sondern sich darauf konzentrieren, was zählt. Nämlich die besten Aktien von starken Unternehmen zu einem soliden Preis zu erwerben. Das ist langfristig viel entscheidender, als darauf zu spekulieren, wer im Super Bowl gewinnt. Zumal die statistischen Auffälligkeiten keine klare Voraussage für die kommenden noch ca. elf Monate geben können.

Der Super-Bowl-Indikator: Jedes Jahr auf’s Neue!

Es ist also wieder die Zeit: Der Super-Bowl-Indikator macht ein weiteres Mal die Runde. Foolishe Investoren können sich getrost auf andere Faktoren konzentrieren, die das erfolgreiche Investieren eher bestimmen. Der Ausgang dieses Sport-Events wird langfristig auf dein Portfolio vermutlich keinen wirklichen Einfluss besitzen.

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