Werbung
Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    18.748,18
    +213,62 (+1,15%)
     
  • Euro Stoxx 50

    5.043,02
    +66,89 (+1,34%)
     
  • Dow Jones 30

    40.000,90
    +247,15 (+0,62%)
     
  • Gold

    2.416,00
    -5,90 (-0,24%)
     
  • EUR/USD

    1,0910
    +0,0040 (+0,37%)
     
  • Bitcoin EUR

    53.654,62
    +1.070,93 (+2,04%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.226,75
    +28,18 (+2,35%)
     
  • Öl (Brent)

    82,18
    -0,44 (-0,53%)
     
  • MDAX

    25.904,22
    +156,03 (+0,61%)
     
  • TecDAX

    3.408,93
    +14,12 (+0,42%)
     
  • SDAX

    14.684,96
    +17,14 (+0,12%)
     
  • Nikkei 225

    41.190,68
    -1.033,34 (-2,45%)
     
  • FTSE 100

    8.252,91
    +29,57 (+0,36%)
     
  • CAC 40

    7.724,32
    +97,19 (+1,27%)
     
  • Nasdaq Compositive

    18.398,45
    +115,04 (+0,63%)
     

Sumup nimmt 1,5 Milliarden Euro Kredit auf

SumUp CFO Hermione McKee: „Die Kreditgeber verstehen und unterstützen unsere Mission."
SumUp CFO Hermione McKee: „Die Kreditgeber verstehen und unterstützen unsere Mission."

Es ist eine der größten Fremdkapitalfinanzierungen der jüngeren Vergangenheit europaweit: Das in London ansässige Fintech Sumup teilt mit, 1,5 Milliarden Euro von privaten Kreditgebern aufgenommen zu haben. Das Geld werde „zur Refinanzierung bestehender Schulden und zur Erschließung globaler Wachstumschancen verwendet“, heißt es in der Mitteilung weiter. Geleitet wurde die Privatkredit-Transaktion von Goldman Sachs, beteiligt haben sich darüber hinaus eine Vielzahl von Banken und Investoren, unter anderem die Deutsche Bank, Alliance Bernstein, Apollo Global Management, die Fortress Investment Group sowie von BlackRock verwalteten Fonds.

Die CFO von Sumup, Hermione McKee, die an der Transaktion federführend beteiligt gewesen sein dürfte, erklärte, sie sehe in der Bewilligung des gigantischen Kredits einen Vertrauensbeweis. Außerdem zeige es Anerkennung dafür, dass es Sumup gelungen sei, gleichzeitig zu wachsen, neue Märkte zu erschließen, neue Produkte zu launchen, und „dabei die Finanzen unter Kontrolle" zu halten. Tatsächlich erwirtschaftet Sumup seit Dezember 2022 ein positives EBITDA.

Erfolg deutscher Gründer

Sumup verkauft mobile Lesegeräte für das bargeldlose Bezahlen, vor allem an kleine Unternehmen wie Cafés, Taxifahrer, Restaurants und Einzelhändler. Inzwischen können diese mithilfe des Fintechs auch Geschäftskonten verwalten und Onlinezahlungen abwickeln.

WERBUNG

2012 hatten fünf deutsche Gründer ihr Kassen-Startup nach Vorbild des US-Unternehmens Square mit Sitz in London und Berlin gegründet. Aus ihrer Sicht sprach viel für eine Kopie in Deutschland: Erstens war Square bis dato nicht in Europa aktiv, zweitens versprach die Bundesrepublik als Hochburg der Bargeldzahler besonders rasches Wachstum. Inzwischen ist Sumup in 36 Ländern aktiv, zählt nach eigenen Angaben rund vier Millionen Kunden.

Mehrere Rekord-Runden, Achthorn-Status

Bereits im Juni 2022 hatte Sumup eine beachtliche Menge Fremdkapital aufgenommen. In einer 590 Millionen Euro Finanzierungsrunde war etwa die Hälfte von Geldgebern geliehen. Die anderen Hälfte war Eigenkapital unter anderem vom US-Finanzinvestor Bain Capital Tech Opportunities, der die Runde anführte. Außerdem von Blackrock, vom New Yorker Private-Equity-Haus Centerbridge, dem texanischen Hedgefonds Crestline und b2venture (damals noch Btov Partners) aus Berlin.

Der deutsch-britische Zahlungsdienstleister Sumup schafft es mit einer riesigen Finanzierungsrunde auf eine Unternehmensbewertung von acht Milliarden Euro und zählte damit zu den wertvollsten Fintechs Europas. Sumup lag damals in etwa gleich auf mit der deutschen Direktbank N26.

Eineinhalb Jahre später, im Dezember 2023, gelang Sumup die womöglich größte europäische Fintech-Finanzierungsrunde des Jahres, als das Unternehmen weitere 285 Millionen Euro einsammelte. Zwei Drittel Fremd- und ein Drittel Eigenkapital, wie es hieß.

Der globale Markt der Kassen-Startups könnte sich womöglich in der nächsten Zeit verändern. Denn in der Mitteilung von Sumup heißt es auch: „Durch die Sicherung dieser Finanzierung ist SumUp gut positioniert, um in Zukunft proaktiv organische und anorganische Wachstumsmöglichkeiten suchen zu können und zu nutzen.“ Über mögliche Zukäufe hatte Sumup-CEO bereits vor mehr als einem Jahr im Interview mit Gründerszene gesprochen: „Allerdings müssen wir zukünftig genau überlegen, was zu uns passt. Ein Übernahmekandidat muss eine gewisse Mindestgröße haben und es gibt nicht sehr viele gute Startups, die dafür infrage kämen. Eine kleine Firma zu integrieren macht genauso viel Aufwand wie eine große – bei einer großen lohnt es sich also eher.“