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Studie zeigt: Menschen, die sich überwiegend pflanzlich ernähren, überstehen Covid-19 besser

·Lesedauer: 2 Min.

Wer sich gesund ernährt, stärkt sein Immunsystem und schützt sich somit auch vor Krankheiten. In der aktuellen Lage stellt sich auch die Frage, inwiefern der Ernährungsstil Einfluss auf den Verlauf einer Covid-19-Erkrankung hat. Ein Forschungsteam von der Columbia University of New York hat genau diesen Zusammenhang untersucht – und kam zu der Erkenntnis, dass Menschen, die sich pflanzenbasiert oder pescetarisch ernähren, wesentlich seltener schwer an Covid-19 erkranken. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin „BMJ Nutrition Prevention & Health“ veröffentlicht.

Das Forschungsteam um die Medizinerin Sara Seidelmann befragte von Juli bis September des vergangenen Jahres insgesamt 2.884 Ärztinnen und Ärzte und Pflegekräfte aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und den USA. 568 der Teilnehmenden waren aufgrund des erhöhten Ansteckungsrisikos ihres Jobs bereits an Covid erkrankt, 138 von ihnen litten unter einem mittelschweren bis schweren Verlauf. In dem Fragebogen, den sie auszufüllen hatten, sollten die Teilnehmenden unter anderem Angaben zu ihrem Lebensstil und ihrer Ernährung machen.

Auswirkung kohlenhydratarmer oder pflanzenbasierter Ernährung

In ihrer Studie prüften die Studienautorinnen und -autoren, inwiefern der Ernährungsstil der Teilnehmenden mit dem Schweregrad der Covid-Erkrankung in Verbindung stand. Sie fanden heraus: Auf das Infektionsrisiko oder die Dauer der Erkrankung hatte die Ernährung wohl keinen Einfluss. Personen, die ihren Ernährungsstil als „pflanzenbasiert“ und „pflanzenbasiert oder pescetarisch“ bezeichneten, hatten ein um 73 Prozent beziehungsweise 59 Prozent geringeres Risiko, mittelschwer bis schwer an Covid-19 zu erkranken.

Was die Studie außerdem deutlich macht: Diejenigen Befragte, die ihre Ernährung als kohlenhydratarm beschrieben, hatten ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf. Sie erkrankten viermal so häufig schwer an Covid-19 wie die Teilnehmenden mit einer pflanzenbasierten Ernährung.

Kritik: Angaben der Befragten zu subjektiv

Achtung: Wer sich pflanzenbasiert ernährt, verzichtet übrigens nicht unbedingt komplett auf Fleisch. Die Teilnehmenden, die sich dieser Gruppe selbst zuordneten, gaben auch an, hin und wieder Fleischprodukte zu sich zu nehmen – wenn auch selten. Im Pescetarismus wird komplett auf Fleisch verzichtet, die Verfechterinnen und Verfechter dieser Ernährungsweise essen nur Fisch. Auch Eier- oder Milchprodukte sind für Pescetarier nicht tabu, sie leben nicht vegan.

Die Ergebnisse der Forschenden um Sara Seidelmann sind einigen Fachleuten zufolge nur bedingt aussagekräftig. Sie kritisieren, dass die Angaben zur Ernährung auf den subjektiven Selbsteinschätzungen der Befragten basieren. Außerdem seien in dem Fragebogen, den die Teilnehmenden ausfüllten, nicht alle Lebensbereiche hinreichend berücksichtigt worden. Menschen, die sich gesund ernährten, so die Kritik, neigten sowieso dazu, auch in anderen Bereichen gesünder zu leben – in Bereichen, die sich womöglich eher auf die Schwere eines Covid-Verlaufs auswirken könnten.

kh

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