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Studie zeigt: Kita-Kinder übertragen das Coronavirus im Haushalt am häufigsten

·Lesedauer: 2 Min.

Ob Kinder genauso anfällig für SARS-CoV-2 sind wie Erwachsene und ob sie das Virus genauso weitertragen können, das ist wohl eine der am ausführlich diskutierten Frage der Pandemie. Da bei ihnen seltener Symptome auftreten als bei Erwachsenen nahmen viele Experten anfangs an, dass Kinder das Virus eher selten übertragen. Spätere Untersuchungen widersprachen dem allerdings.

Eine große Studie mehrerer Institute und der University of Toronto unter der Leitung von Sarah A. Buchan und Lauren A. Paul hat zu diesen Fragen nun neue Belege erbracht. Die Untersuchung ist im Fachmagazin "Jama Pediatrics" erschienen. Anhand von Daten aus insgesamt 6280 Haushalten im Bundesstaat Ontario in Kanada aus dem Zeitraum zwischen Juni und Dezember 2020 untersuchten die Forscherinnen und Forscher, wie oft ein Kind – das in diesen Haushalten als der zuerst Infizierte an die Behörden gemeldet worden war – weitere Mitglieder des Haushaltes ansteckte.

Sie fanden zunächst heraus, dass die älteren Kinder sehr viel häufiger als erster Krankheitsfall (Indexfall) gemeldet worden waren. Bei den 14- bis 17-Jährigen waren dies 38 Prozent, bei den 9 bis 13-Jährigen 30 Prozent, bei 4-8-Jährigen 20 und bei Babys und Kleinkindern bis drei Jahren nur noch 12 Prozent. Das entspricht in der Reihenfolge auch den Daten, die man für Deutschland erwarten würde – und die die Teenager als Kandidaten dafür prädestinieren, Corona in die Familien zu tragen und sie dort zu verbreiten.

Jüngere Kinder infizieren andere häufiger – auch ohne eigene Symptome

Aber infizierten sie Eltern, Geschwister oder andere Angehörige auch am ehesten? Hier ergaben die Daten ein ganz anderes Bild. Demnach wurde das Virus am häufigsten von den Kita-Kindern an Angehörige des Haushalts weitergegeben: Die Kinder im Alter von 0-3 Jahren übertrugen den Forschern zufolge das Virus zu 43 Prozent häufiger als die Jugendlichen. "Diese Studie deutet darauf hin, dass jüngere Kinder im Vergleich zu älteren Kindern eher in der Lage sind, eine SARS-CoV-2-Infektion zu übertragen, und die höchste Übertragungswahrscheinlichkeit wurde bei Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren beobachtet", schreiben die Wissenschaftler.

Dieser Zusammenhang sei unabhängig von Faktoren wie dem Vorhandensein von Symptomen, der Wiedereröffnung der Schule/Kindertagesstätte oder dem Zusammenhang mit einem Ausbruch in der Schule/Kindertagesstätte beobachtet worden. Die Forscher schreiben, dass sie auch einige Anzeichen für eine höhere Wahrscheinlichkeit der Übertragung im Haushalt von Kindern im Alter von 4 bis 8 Jahren sahen, auch wenn dies nicht so offensichtlich war wie beim Vergleich der ältesten und jüngsten Altersgruppe.

Es scheine, so die Forscher, dass die unmittelbare körperliche Nähe zu anderen Angehörigen für die Ansteckung eine größere Rolle spiele als das Alter oder die Tatsache, ob jemand Symptome hat oder nicht – denn je jünger das Kind, desto enger ist der Kontakt. Darüber sollten sich die Betreuungspersonen bewusst sein, "wenn sie kranke Kinder im häuslichen Umfeld betreuen", so die Studienautoren.

fj

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