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Studie zeigt: Mit Anfang 50 sollte man sein Wunschgehalt erreicht haben

Business Insider Deutschland
·Lesedauer: 3 Min.

Eine neue Studie des Jobportals Stepstone dürfte viele überraschen. Denn eigentlich lautet die Daumenregel, dass euer Gehalt steigt, je länger ihr für ein Unternehmen arbeitet und je mehr Erfahrung ihr dabei sammelt. Stepstone allerdings zeigt, dass diese Regel ihre Grenzen hat. Ergebnis der Untersuchung: Schon mit 52 Jahren hätten die Menschen in Deutschland ihr Maximalgehalt von durchschnittlich 58.539 Euro erreicht. Bei Frauen würden die Gehälter im Schnitt schon ab 41 Jahren nicht mehr steigen. Die „Wirtschaftswoche“ hatte berichtet.

Dass das nicht nur in Deutschland gilt, zeigt eine Analyse von Payscale, einem US-amerikanischen Gehaltssoftwareanbieter, aus dem Jahr 2019. Auch dort sei demnach in den Fünfzigern das Maximum erreicht. André Schaefer, Gehaltsexperte bei Stepstone und Verantwortlicher der Analyse, sagte der „Wirtschaftswoche“, dass viele 50- bis 60-Jährige sich beruflich zurückziehen und weniger stressige Positionen suchen würden. Das wirke sich dann auch auf das Gehalt aus. Außerdem steige das Einkommen in akademischen Berufen schon zwischen 30 und 40 rapide und sei in den 50ern bereits ausgereizt.

Frauen erreichen Gehaltsmaximum im Schnitt schon 11 Jahre früher

Dass die Gehälter von Frauen im Schnitt schon 11 Jahre früher ihr Maximum erreichen als die von Männern, erklärt die „Wirtschaftswoche“ unter anderem mit traditionellen Rollenmustern. Zum einen seien es meist Frauen, die sich beruflich zurücknähmen, wenn sie Kinder bekommen. Das zeigt auch eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, der zufolge die Gehaltsdifferenz zwischen Männern und Frauen ab dem 30. Lebensjahr stark ansteigt. Der mittlere Lohn von Frauen stagniere ab der Geburt des ersten Kindes.

Zum anderen hängen höhere Gehälter in späteren Jahren aber auch mit mehr Personalverantwortung zusammen. Viele Menschen würden sich ab dem 40. Lebensjahr dafür oder dagegen entscheiden. Und es seien eben immer noch mehr Männer in Führungspositionen als Frauen, was ab einem bestimmten Alter das Durchschnittsgehalt drücke, so Schaefer zur „Wirtschaftswoche“.

Abschluss, Branche und Personalverantwortung sind entscheidend

Zwischen 30 und 40 Jahren werde außerdem das Fundament für die weitere Karriere gelegt, so die „Wirtschaftswoche“. Hier gebe es dementsprechend die größten Gehaltssprünge und Menschen würden sich entscheiden, ob sie Personalverantwortung übernehmen, weiter an ihren aktuellen Aufgaben arbeiten oder in besser bezahlte Berufe umsteigen.

Daneben sei aber auch die Art des Abschlusses wichtig. Habt ihr eine Lehre absolviert, könnt ihr der „Wirtschaftswoche“ zufolge grundsätzlich damit rechnen, bis zum Renteneintritt stetig mehr Gehalt zu bekommen. Allerdings sei dieser Anstieg eher flach, weil Menschen mit Berufsausbildung häufig nach Tarif bezahlt würden. Da sei die Betriebszugehörigkeit tatsächlich noch wichtig. Werdet ihr nicht nach Tarif bezahlt, müsstet ihr in euren 50ern anders argumentieren — beispielsweise mehr Projektverantwortung übernehmen und so gestärkt in die Gehaltsverhandlung gehen. Allerdings brächten auch Arbeitgeberwechsel im Schnitt stets einen Lohnzuwachs von acht Prozent.

Daneben gebe es Bereiche — wie den Immobilien- und Bankensektor oder die Versicherungsbranche — in denen das Maximalgehalt schon früher, mit Ende 40, erreicht sei. Schaefer zufolge würden sich jüngere Mitarbeiter hier stärker von Provisionsmodellen reizen lassen, während ihnen später Familie und Freizeit wichtiger werden. In anderen Berufen jedoch gebe es in den letzten Arbeitsjahren noch einmal Zuwächse. So würden Wissenschaftler aufgrund des späten Berufseinstiegs nach Promotion und Habilitation ihr Maximum erst mit 65 Jahren erreichen — und dann etwas mehr als 71.000 Euro im Jahr verdienen. Manager erreichten in den letzten Berufsjahren sogar 76.000 Euro, so die „Wirtschaftswoche“.

sb