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Studie: Unternehmen sparen durch Wegfall von Dienstreisen elf Milliarden Euro

·Lesedauer: 2 Min.
Silhouette eines Flugzeugs (AFP/NOEL CELIS)

Die Unternehmen in Deutschland haben wegen des Wegfalls von Dienstreisen während der Corona-Pandemie im Krisenjahr 2020 rund elf Milliarden Euro gespart. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. "Die meisten Unternehmen führen seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich weniger Dienstreisen durch als vorher", schrieben die Forscher. "Stattdessen finden viele Meetings virtuell statt".

Die Studienautoren nutzten für ihre Berechnungen 17 Umfragen, die der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) bei repräsentativ ausgewählten Unternehmen zwischen September 2020 und August 2021 über Dienstreisen und die Kosten vorgenommen hatte. Laut VDR gaben die Unternehmen 2019 noch insgesamt 55,3 Milliarden Euro für Dienstreisen aus. Im Pandemiejahr 2020 waren es demnach nur noch 10,1 Milliarden Euro.

Die Differenz von rund 45 Milliarden Euro ist laut der Studie jedoch nicht unmittelbar als Ersparnis zu interpretieren. Denn der Ausfall der Dienstreisen sei für viele Unternehmen auch geschäftsschädigend gewesen, etwa wenn es wegen der ausgefallenen Dienstreisen nicht zu neuen Geschäftsabschlüssen kam.

Ein bedeutender Teil der Unternehmen gab der Studie zufolge an, dass wieder mehr Geschäftsreisen aktuell nicht nötig seien. Im Jahr 2020 antworteten 38,3 Prozent der Befragten entsprechend - im Jahr 2021 noch knapp ein Viertel der Unternehmen. Es sei davon auszugehen, dass dieser Teil der Firmen mit der reduzierten Anzahl von Dienstreisen zufrieden sei, erklärten die Forscher.

Werden diese Ergebnisse mit der Differenz bei den Ausgaben für Geschäftsreisen verrechnet, so ergibt sich laut der Studie eine reale Ersparnis bei den Dienstreiseausgaben um 17,3 Milliarden Euro im Jahr 2020. Im Jahr 2021 sparten die Unternehmen demnach 11,2 Milliarden Euro Ausgaben. Da die Unternehmen im Jahr 2020 noch stark unter dem Eindruck der Corona-Pandemie standen, gehen die Studienautoren davon aus, dass die Umfragewerte aus dem Jahr 2021 eine realistischere Einschätzung der realen Ersparnisse ermöglichen.

In jedem Fall planen viele Unternehmen, bei Dienstreisen auch weiterhin zu sparen. Mehr als Dreiviertel der Betriebe erwarten demnach eine dauerhafte Reduktion der Reisetätigkeit gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019. "Dienstreisen sind tatsächlich ein großer, teurer Posten in der unternehmerischen Rechnung, der das Potenzial für deutliche Einsparungen birgt", so die Studie.

fho/ilo

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