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Studie: Tarifverhandlungen 2023 besonders konfliktreich

KÖLN/FRANKFURT (dpa-AFX) -Der Lokführerstreik bei der Bahn zeigt es aktuell: In den Tarifverhandlungen geht es derzeit äußerst konfliktreich zu. Für das gerade abgelaufene Jahr 2023 hat das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in seiner Tarifdatenbank die Verhandlungen in 20 verschiedenen Branchen bewertet. Nach der am Freitag bekanntgewordenen Übersicht war 2023 das konfliktreichste Jahr seit Einrichtung der Datenbank im Jahr 2010.

Die Auseinandersetzungen erreichten in einer siebenstufigen Skala (0 bedeutet Verhandlung am Tisch, 7 ist Streik und Aussperrung) eine maximale Eskalationsstufe von durchschnittlich 3 Punkten, schildert Studienleiter Hagen Lesch. Bis zu einer Lösung dauerten die Tarifkonflikte im Schnitt gut sechs Monate und wurden häufig mit neuen Eskalationsstufen unterbrochen. An der Spitze lagen hier die Verdi-Verhandlungen mit dem Einzelhandel, die ein ums andere Mal abgebrochen wurden und für die immer noch keine Lösung vorliegt.

"Das Gebaren der Tarifparteien verkommt zunehmend zum Klassenkampf", wertete Lesch das Geschehen. "Wir brauchen wieder mehr Partnerschaft und konstruktive Gespräche." Es wäre seiner Meinung nach zielführender, wenn sich die Verhandler künftig mehr bemühten, das Gegenüber zu verstehen und beim Scheitern der Gespräche erst einmal einen Mediator oder Schlichter zu Hilfe riefen.