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Studie: Klimawandel kommt Deutschland und andere G20-Staaten teuer

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Der Klimawandel hat schwere Folgen für Deutschland und seine Wirtschaft. Ohne eine drastische Verringerung der Treibhausgase drohten der Bundesrepublik und anderen G20-Staaten neue Hitzewellen, Dürren, Waldbrände und Überschwemmungen, warnte am Donnerstag eine Studie des italienischen Euro-Mittelmeer-Forschungszentrums für Klimawandel (CMCC) im Auftrag der europäischen Klimastiftung.

Vor dem Gipfel der großen Industrieländer (G20) am Wochenende in Rom und dem Sonntag beginnende Weltklimatreffen (COP26) im schottischen Glasgow warnten die Wissenschaftler, dass die G20-Staaten durch den Klimawandel 2050 im Schnitt mindestens vier Prozent ihrer Wirtschaftsleistung (BIP) pro Jahr einbüßen dürften. Bis 2100 wären es sogar acht Prozent, warnten die Wissenschaftler.

Könnten die Emissionen so gesenkt werden, dass die Erwärmung auf zwei Prozent begrenzt werde, müsste Deutschland 2050 immer noch ein Minus von 1,35 Prozent oder 45 Milliarden Euro hinnehmen. Im ungünstigen Fall müsste Deutschland 2050 auf 1,85 Prozent Wirtschaftsleistung jährlich verzichten - bis 2100 dann 2,95 Prozent. Landwirtschaft, Tourismus und Küstenregionen seien besonders bedroht.

Hitzewellen könnten in Deutschland zwischen 2036 und 2065 etwa 14 mal häufiger auftreten als heute, heißt es in dem Bericht weiter. Dürren in der Landwirtschaft dürften um 74 Prozent steigen. Ost- und Mitteldeutschland könnten am stärksten betroffen werden. "Eine drastische Reduktion der CO2-Emissionen würde viele dieser Entwicklungen abschwächen", hieß es weiter.

"Es ist an der Zeit, dass die G20 ihre Wirtschaftsagenda zu einer Klimaagenda machen", meinte Laurence Tubiana, Chefin der europäischen Klimastiftung. "Das Zeitfenster für wirksame Maßnahmen schließt sich schnell." Die G20-Länder stünden vor einer Entscheidung: "Die Weltwirtschaft zu schützen und einen raschen Übergang in eine klimaneutrale Zukunft einzuleiten - oder die Weltwirtschaft durch klimaschädliche Politik aus den Angeln zu heben."

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