Deutsche Märkte öffnen in 7 Stunden 52 Minuten
  • Nikkei 225

    28.948,73
    -9,87 (-0,03%)
     
  • Dow Jones 30

    34.479,60
    +13,40 (+0,04%)
     
  • BTC-EUR

    31.989,35
    +2.215,00 (+7,44%)
     
  • CMC Crypto 200

    924,19
    -17,62 (-1,87%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.069,42
    +49,12 (+0,35%)
     
  • S&P 500

    4.247,44
    +8,26 (+0,19%)
     

Studie: Homeoffice senkt Bruttoinlandsprodukt

·Lesedauer: 2 Min.
Der Homeoffice-Effekt könnte das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um 15 Milliarden Euro senken.
Der Homeoffice-Effekt könnte das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um 15 Milliarden Euro senken.

Rund 30 Prozent der Angestellten in Deutschland arbeiten derzeit zuhause statt im Büro. Das wirkt sich unter anderem auf Gastronomie, stationären Einzelhandel und den Personennahverkehr aus.

München (dpa) - Der Homeoffice-Effekt könnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt nach Einschätzung der Unternehmensberatung PwC dieses Jahr um 15 Milliarden Euro senken.

Die verringerte Ausgaben von Büroangestellten träfen Gastronomie, stationären Einzelhandel und den Personennahverkehr besonders hart, erklärten die PwC-Finanzexperten in München.

Derzeit arbeiteten rund 30 Prozent der Angestellten in Deutschland zuhause statt im Büro. Für das Pendeln zum Arbeitsplatz, das Mittagessen im Restaurant, Einkäufe im Büroviertel oder auf dem Arbeitsweg und für Unterhaltung gäben sie weniger Geld aus. Die direkt betroffenen Branchen verlören dadurch 5,7 Milliarden Euro Umsatz.

Dazu kämen indirekte Effekte wie beispielsweise der geringere Energieverbrauch von Gaststätten. Das führe zu einem wirtschaftlichen Rückgang von 4,1 Milliarden Euro. Die verringerte Kaufkraft der Beschäftigten in den betroffenen Branchen schlage mit 5,1 Milliarden Euro zu Buche. Ergebnis sei ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um voraussichtlich 14,9 Milliarden Euro oder 0,3 Prozent, heißt es in der PwC-Analyse «Economic impact of Covid-19 induced Home Office».

Die Bruttowertschöpfung von Personenbeförderung, Tourismus, Reiseanbietern, Hotels und Gaststätten sei 2020 um ein Drittel gesunken und dürfte sich bis 2022 nicht auf Vorkrisenniveau erholen. Die Bruttowertschöpfung im stationären Einzelhandel dürfte nach einem Rückgang um 8,6 Prozent im Vorjahr dieses Jahr um 4 Prozent steigen. «Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Unterhaltungsbranche», schrieben die PwC-Analysten.

Künftig dürften flexible Arbeitsmodelle vorherrschen. «Es ist davon auszugehen, dass viele Unternehmen mit Blick auf den Wissenstransfer und Zusammenhalt der Belegschaft auf hybride Lösungen setzen werden. Dadurch können auch vom Bürobetrieb abhängige Branchen mittelfristig auf eine Erholung der Umsätze hoffen», sagte PwC-Projektleiter Thorben Wegner.