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Studie: Höherer Tierwohlstandard würde Milch bis zu 20 Cent verteuern

·Lesedauer: 1 Min.

KIEL (dpa-AFX) - Verbraucher müssten bei höheren Tierwohlstandards einer Studie zufolge bis zu 20 Cent mehr für einen Liter Milch bezahlen. Wissenschaftler des Instituts für Ernährungswirtschaft (ife) Kiel und der Fachhochschule (FH) Kiel haben für ihre Untersuchung 235 Milchbetriebe in 8 Bundesländern befragt. Referenz sei das Tierwohllabel "Für mehr Tierschutz" des Deutschen Tierschutzbundes, teilte die Fachhochschule am Donnerstag mit.

In der Einstiegsstufe des Labels müssten die Betriebe mit durchschnittlichen Mehrkosten für Investitionen von 2,28 Cent je Liter Milch rechnen. Hier müsse zum Beispiel jede Kuh über einen komfortablen Fress- und Liegeplatz verfügen. In der Premiumstufe mit Mehrkosten von durchschnittlich 2,64 Cent je Liter Milch muss den Tieren ganzjährig ein Auslaufhof zur Verfügung stehen. Während der Vegetationsperiode bekommen die Kühe Weidegang.

Die Mehrkosten in den Molkereien bezifferte Holger Thiele von der FH Kiel mit 5,7 bis 18,9 Cent je Liter. Diese entstünden zum Beispiel durch höhere Logistikkosten beim Einsammeln der Milch von zunächst nur wenigen Höfen und deren getrennte Verarbeitung. Auch beim Vertrieb entstehen höhere Kosten durch weitere Wege.

"Das wollen aber die wenigsten zahlen, obwohl sie sich höhere Tierwohlstandards wünschen", sagte der Professor. Einen Grund sehen die Forscher in der geringen Bekanntheit der einzelnen Tierwohllabels. Der Mehrwert durch die Einhaltung von Tierwohlstandards müsste klar nachvollziehbar und vertrauenswürdig dargestellt werden, schlugen sie vor. Ein leicht verständliches staatliches Label und eine gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung könnten helfen.