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Studie: Fast die Hälfte der Gen Z und Millennials wäre lieber arbeitslos als unglücklich im Job

·Lesedauer: 3 Min.
Junge Arbeitnehmer stellen ihr Glück häufig vor die Karriere.
Junge Arbeitnehmer stellen ihr Glück häufig vor die Karriere.

Arbeitgeber hatten traditionell mehr Macht über Arbeitnehmer am Arbeitsplatz. Doch diese Dynamik hat sich verschoben. In der heutigen Machtdynamik am Arbeitsplatz haben Gen Z und Millennials die Oberhand, was Unternehmen dazu zwingt, die Bedürfnisse der Arbeitnehmer neu zu bewerten, so eine neue globale Workmonitor-Studie von "Randstad".

Die Studie, die an 35.000 Arbeitnehmern durchgeführt wurde, ergab, dass fast zwei von vier Arbeitnehmern der jüngeren Generation lieber arbeitslos wären, als in einem Job festzusitzen, der ihnen nicht gefällt. Im Moment stellen jungen Menschen das Glück über ihre Karriere und wollen eine Arbeit finden, die auch zu ihnen passt. Etwa 56 Prozent der Gen Z und 55 Prozent der Millennials gaben an, dass sie ihren Job kündigen würden, wenn dieser ihr Privatleben beeinträchtigen würde. Fast die Hälfte der Befragten sagte, sie würden keinen Job bei einem Unternehmen annehmen, der nicht ihren sozialen und ökologischen Ansichten entspricht.

Diese Ergebnisse erklären, warum Arbeitgeber Schwierigkeiten haben, jüngere Talente für die Besetzung offener Stellen zu finden. „Unsere Ergebnisse sollten als Weckruf für Arbeitgeber dienen. Es ist eine klare Machtverschiebung im Gange, da die Menschen ihre Prioritäten überdenken“, sagte Sander van't Noordende, Chef von Randstad, in einer Erklärung.

Junge Menschen lassen sich Optionen offen

Die Umfrage ergab, dass 70 Prozent der Arbeitnehmenden neuen Stellenangeboten offen gegenüberstehen – davon gaben 32 Prozent der Gen Z und 28 Prozent der Millennials an, dass sie auf Jobsuche seien. Die Daten zeigten die hohe Zuversicht, andere Stellen finden zu können.

„Junge Menschen wollen sich selbst in die Arbeit einbringen, was sich in ihrer Entschlossenheit widerspiegelt“, sagte Noordende. Dieser Trend zeigt, wie Arbeitgeber einem größeren Druck ausgesetzt sind, die Anforderungen der Arbeitnehmer zu erfüllen. Sonst riskieren sie es, junges Fachpersonal an andere Unternehmen zu verlieren.

Unternehmen müssen sich umorientieren

„Unternehmen müssen ihren Ansatz zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern überdenken“, sagte Noordende. Eine Möglichkeit besteht darin, bessere Leistungspakete anzubieten, die flexible Arbeit, Gesundheitsversorgung und berufliche Entwicklung umfassen. Die Umfrage ergab, dass 22 Prozent der Befragten höhere Leistungen, einschließlich Gesundheitsfürsorge und Renten, bereits erhalten. Unterdessen gaben 71 Prozent an, dass es ihnen wichtig sei, von überall aus arbeiten zu können. 53 Prozent waren der Meinung, dass ihnen diese Flexibilität in ihren derzeitigen Rollen nicht gegeben sei.

Die Studie zeigte auch, dass die meisten jungen Menschen in Unternehmen arbeiten wollten, die ihre persönlichen Werte teilen. Zwei von fünf Befragten aus der Gen Z- und Millennials-Generation gaben in der Umfrage an, dass es ihnen nichts ausmachen würde, ein niedrigeres Gehalt zu verdienen, wenn dies bedeuten würde, dass sie gezielt einen Beitrag für die Gesellschaft leisten.

Vielfalt und Inklusion stehen auch bei der jüngeren Generation an erster Stelle: 49 Prozent der Gen Z und 46 Prozent der Millennials gaben an, dass sie nicht für ein Unternehmen arbeiten wollen, das sich nicht in diesem Bereich engagiert. Der Bericht stellt infrage, wie Arbeitgeber mit dieser neuen Verschiebung in der Machtdynamik umgehen werden. Eines ist klar: Die jüngere Generation hat keine Angst davor, sich Optionen offenzuhalten und einen Job zu kündigen, wenn ihre Vorstellungen nicht erfüllt werden.

Dieser Artikel wurde von Klemens Handke aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.