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Studie: Elektro-Auto-Ziel der Bundesregierung unrealistisch

·Lesedauer: 1 Min.
Ein Parkplatz mit einer Ladesäule für Elektroautos in der Region Hannover ist grün markiert.
Ein Parkplatz mit einer Ladesäule für Elektroautos in der Region Hannover ist grün markiert.

Für die Mobilitätswende erklärt die Bundesregierung hoch gesteckte Ziele. Ob die realistisch sind, daran zweifeln Marktbeobachter. Und sehen noch viel Handlungsbedarf.

München/Frankfurt (dpa) - Das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 mindestens 10 Millionen Elektroautos auf die Straße zu bekommen, ist nach Einschätzung der Beratungsgesellschaft Deloitte unrealistisch.

Unter den gegenwärtigen Bedingungen erscheine zu dem Zeitpunkt eine Zahl von 6,35 Millionen Fahrzeugen wahrscheinlich, heißt es in der am Montag veröffentlichten Studie. Mit zusätzlichen Anstrengungen insbesondere der Industrie, aber auch des Staates, und veränderten Einstellungen bei den Verbrauchern sei es aber möglich, den Bestand noch um 2,2 Millionen Neuzulassungen zu steigern.

Konkret schlagen die Deloitte-Berater dem Staat eine Verlängerung der Kaufprämien bis Ende 2023 und nachfolgend eine deutliche Erhöhung des Kraftstoffpreises für die verbliebenen Verbrenner vor. Der Preis pro Liter solle sich von 2021 bis 2024 um insgesamt 30 Cent erhöhen. Die Industrie müsse kostengünstigere Plattformen für die E-Autos und innovative Ladekonzepte entwickeln sowie die Herstellungskosten für die Batterien drücken.

Erst im Jahr 2032 würden auf dem deutschen Markt weniger Verbrenner zugelassen als Autos mit alternativen Antrieben, heißt es in der Studie weiter. Während die Hybridlösungen mit kombinierten Verbrenner- und Elektroantrieben schnell an Bedeutung verlören, würden verstärkt Batterie-Lösungen insbesondere für Klein- und Kompaktwagen nachgefragt. Ab 2026 könne auch die Brennstoffzellentechnologie stärker ins Spiel kommen.