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Studie: In Baden-Württemberg ist der Verkehr am nachhaltigsten

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Fahrzeug auf einer Autobahn
Fahrzeug auf einer Autobahn

In Baden-Württemberg ist der Verkehr einer Studie zufolge am nachhaltigsten organisiert - Bayern ist Schlusslicht im Länder-Ranking. "Der Freistaat ist intransparent bei den verkehrsbedingten Klimabelastungen und schneidet auch bei Luftqualität und Flächenverbrauch schlecht ab", erklärte die Allianz pro Schiene am Donnerstag. Baden-Württemberg dagegen punktete demnach in der Studie unter anderem mit relativ hoher Sicherheit und geringem Lärm im Verkehr. 

Die Allianz pro Schiene hatte nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und der Umweltorganisation BUND die Verkehrspolitik der Bundesländer auf fünf Nachhaltigkeitskriterien untersuchen lassen: Klimaschutz, Luftqualität, Verkehrssicherheit, Lärmminderung und Flächenverbrauch im Verkehrsbereich. Die Landesregierungen hätten "erheblichen Gestaltungsspielraum in der Verkehrspolitik, den sie leider noch viel zu selten für mehr Nachhaltigkeit nutzen", erklärte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege.

In jeder Kategorie verteilten die Forscher bis zu 20 Punkte - Baden-Württemberg liegt mit 65 von 100 möglichen Punkten vor Thüringen (63) und Rheinland-Pfalz (58). Knapp vor Bayern (39) liegen am anderen Ende des Rankings Schleswig-Holstein mit 40 sowie Hamburg mit 41 Punkten. Hamburg "glänzt" den Angaben zufolge zwar beispielsweise mit seinen Klimaschutzzielen, weist aber die höchste städtische Stickstoffdioxid-Konzentration und die zweithöchsten Feinstaubwerte auf. 

In Thüringen ist die Luft laut Allianz pro Schiene dagegen "besonders sauber". Das Land "hielt die Grenzwerte beim Stickstoffdioxid im Jahresmittel an allen Messstationen ein und kommt bei der Minderung der Schadstoffbelastung gut voran". Zum Sieg im Ranking der Bundesländer reichte es trotzdem nicht: Den erreichte die baden-württembergische Landesregierung in Stuttgart - insbesondere wegen vergleichsweise geringer Raten bei Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr sowie klaren Ziele zur Minderung des Verkehrslärms.

dwo/jm